Der Artikel wurde erfolgreich hinzugefügt.
Zusammenhänge von (pathologischer) Internetnutzung mit Schlafproblemen im Längsschnitt
Zeitschriftenartikel
7,00 € *  (D)

inkl. MwSt., versandkostenfrei innerhalb D/A/CH

Sofort als Download lieferbar

Ausgabeformat:

Sprache: Deutsch
Vandenhoeck & Ruprecht
Exzessive oder pathologische Internetnutzung wurden bereits mit Schlafstörungen in Zusammenhang... mehr
Zusammenhänge von (pathologischer) Internetnutzung mit Schlafproblemen im Längsschnitt
Exzessive oder pathologische Internetnutzung wurden bereits mit Schlafstörungen in Zusammenhang gebracht, die Richtung des Zusammenhangs ist jedoch weitgehend unklar. Mittels der repräsentativen Längsschnittserhebung von Daten einer Stichprobe von 1.060 Schülern aus Heidelberg und Umgebung (SEYLE Studie) wurde der Zusammenhang zwischen (pathologischer) Internetnutzung und Schlafproblemen im Jugendalter untersucht. Die Schüler, im Durchschnitt 15 Jahre alt, beantworteten zu einer Baseline und nach einem Jahr eine Befragung zum Schlaf und zur Internetnutzung. Neben der Anzahl Stunden der Internetnutzung, wurde die pathologische Internetnutzung mit dem Young Diagnostic Questionnaire (YDQ) eingeschätzt. Zudem wurde Schlafdauer und Schlafprobleme mittels Selbsteinschätzung erhoben. Die Prävalenzzahl von Jugendlichen mit pathologischem Internetgebrauch lag bei der Follow-up Erhebung bei 3.71 %. Des Weiteren berichteten 20.48 % der Jugendlichen von Schlafproblemen. Pathologische und exzessive Internetnutzung waren Prädiktoren für Schlafprobleme im Verlauf von einem Jahr. Jugendliche die zu der Baseline die Kriterien einer Internetsucht erfüllten hatten ein 3.6-mal größere Chance, im Verlauf von einem Jahr Schlafprobleme zu entwickeln. Schlafprobleme zur Baseline erhöhten die YDQ Symptome im Durchschnitt hingegen nur um 0.22. Schlafprobleme treten häufig in Folge einer pathologischen Internetnutzung auf und könnten einen suchtverstärkenden Einfluss haben sowie Mediator für weitere psychiatrische Komorbiditäten sein. Somit sollten Schlafprobleme bei frühzeitigen Interventionen und therapeutischen Maßnahmen berücksichtigt werdenExcessive or pathological Internet use has already been associated with sleep disorders, but the direction of the connection remains still uncertain. The relationship between (pathological) Internet use and sleep problems in adolescence was investigated by a representative longitudinal survey of data from a sample of 1,060 students from Heidelberg and the surrounding area (SEYLE study). The students, on average 15 years old, responded at a baseline and after one year to a survey on sleep and Internet use. In addition to the number of hours of Internet use, pathological Internet use was assessed using the Young Diagnostic Questionnaire (YDQ). Sleep duration and sleep problems were surveyed by self-assessment. The prevalence of adolescents with pathological Internet use was 3.71 % in the follow-up survey. Furthermore, 20.48 % of adolescents reported sleep problems. Pathological and excessive Internet use were predictors of sleep problems over the course of one year. Adolescents who met the criteria for Internet addiction to the baseline had a 3.6 times greater risk of developing sleep problems in the course of one year. Whereas sleep problems to the baseline increased the YDQ symptoms only by 0.22. Sleep problems often occur as a result of pathological Internet use and could have an addiction-enhancing effect as well as mediating further psychiatric comorbidities. Thus, sleep problems should be targeted for early intervention and therapeutic measures.
Autoreninfos