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Einfluss von Partnergewalt auf die kindliche kognitive Entwicklung – Ergebnisse der Begleitforschung zum Hausbesuchsprogramm „Pro Kind“
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Einfluss von Partnergewalt auf die kindliche kognitive Entwicklung – Ergebnisse der Begleitforschung zum Hausbesuchsprogramm „Pro Kind“

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Sprache: Deutsch
Vandenhoeck & Ruprecht
SummaryImpact of Intimate Partner Violence on Child’s Cognitive Development – Results from the... mehr
Einfluss von Partnergewalt auf die kindliche kognitive Entwicklung – Ergebnisse der Begleitforschung zum Hausbesuchsprogramm „Pro Kind“
SummaryImpact of Intimate Partner Violence on Child’s Cognitive Development – Results from the Evaluation of the Home Visiting Program “Pro Kind”Intimate partner violence (IVP) is a socially relevant problem area of high prevalence. Direct or indirect IVP leads to well documented problems in child socioemotional development. Longitudinal studies on influences of IVP on child’s cognitive development are rare. The present study adds to close this gap. We analyze data from n = 535 families living under psychosocial risk conditions. All families took part in the evaluation of the home visiting program “Pro Kind”. We administered one item of a parent questionnaire to assess the occurrence of IVP. The child’s cognitive development is assessed at the ages of 6, 12, and 24 months of age with the Bayley Scales-II. We test the hypothesis that IVP to the mother causally affects early cognitive development of children in a structural equation model with Cross-Lagged-Panel design. The results show a causal influence of IVP on child’s cognitive development during the period from t3 (12 months of child’s age) to t4 (24 months of child’s age). The explanatory power of results is limited by methodological problems, e. g. the operationalization of IVP with only one item and a high panel mortality. Implications for early prevention and intervention of IVP are derived. ZusammenfassungPartnerschaftliche Gewalt stellt sich als gesellschaftliches Problemfeld mit ausgeprägter Prävalenz dar. Werden Kinder in Familien entweder Zeuge oder selbst Opfer partnerschaftlicher Gewalt, sind insbesondere die Konsequenzen für die sozial-emotionale Entwicklung sehr gut dokumentiert. Longitudinalstudien zum Einfluss von Partnergewalt auf die kognitive Entwicklung fehlen dagegen weitestgehend. Diese Lücke schließt die vorliegende Studie, in die Daten von n = 535 Familien aus psychosozial schwierigen Lebenssituationen eingehen. Alle Familien haben an der Begleitforschung zum Hausbesuchsprogramm „Pro Kind“ teilgenommen. Das Vorliegen von Partnerschaftsgewalt wird jeweils über ein Item im Elternfragebogen erfasst, der im Interview mit den Müttern ausgefüllt wird. Der kindliche kognitive Entwicklungsstand wird über die Bayley Scales-II zu drei Messzeitpunkten im Alter von 6, 12 und 24 Monaten erhoben. Die Hypothese, dass die Gewalterfahrungen der Mutter in der Partnerschaft in negativem Kausalzusammenhang mit der frühkindlichen kognitiven Entwicklung stehen, werden im Rahmen eines Strukturgleichungsmodells mit dem Cross-Lagged-Panel-Design überprüft. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass im Zeitraum t3 (12. Lbm. des Kindes) bis t4 (24. Lbm. des Kindes) ein kausaler Einfluss der Partnergewalt auf die kognitive Entwicklung der Kinder besteht. Die Aussagekraft der Befunde wird allerdings durch methodische Probleme, vor allem die Operationalisierung der Partnergewalt über nur ein Item sowie die Panelmortalität limitiert. Implikationen für den Umgang mit Partnergewalt in den Frühen Hilfen werden abgeleitet