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Musik als Brennglas
Zeitschriftenartikel
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10 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht
In diesem Essay werden exemplarisch zwei Kompositionen, die im 20. Jahrhundert nach den beiden... mehr
Musik als Brennglas
In diesem Essay werden exemplarisch zwei Kompositionen, die im 20. Jahrhundert nach den beiden Weltkriegen entstanden sind, im Hinblick auf die Abwehrfunktion von kollektiven Traumatabefragt. Ausgangspunkt ist ein genealogischer Begriff von kollektiver Gewalt, bei dem Individuen sowie Sozietäten als Resultate eines gleichzeitigen Individuierungs- und Sozialisierungsprozesses gesehen werden. Die aus einer ersten Analyse der musikalischen Strukturen und Entstehungskontexteabduktiv gewonnenen Schlussfolgerungen lassen einen einfachen Abwehrcharakter oder eine einseitige Identifikation mit dem traumakompensatorischen Schema als eher unwahrscheinlicherscheinen. Eine systematische Rezeptionsforschung zur Wirkung und Bewertung auf den Hörer, die weiteren Aufschluss geben könnte, ist bislang ein Desiderat.