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Therapie mit Verpflichtungscharakter – Bericht über das ambulante Behandlungsmodell für sexuell übergriffi ge Jugendliche im KinderschutzZentrum Rheine
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Therapie mit Verpflichtungscharakter – Bericht über das ambulante Behandlungsmodell für sexuell übergriffi ge Jugendliche im KinderschutzZentrum Rheine

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Vandenhoeck & Ruprecht
Der Artikel beschreibt im Überblick das Behandlungsmodell, an welchem sich die Psychotherapie... mehr
Therapie mit Verpflichtungscharakter – Bericht über das ambulante Behandlungsmodell für sexuell übergriffi ge Jugendliche im KinderschutzZentrum Rheine
Der Artikel beschreibt im Überblick das Behandlungsmodell, an welchem sich die Psychotherapie sexuell übergriffiger Jugendlicher im Kinderschutz-Zentrum Rheine orientiert. In einem ersten Teil wird zunächst die Therapieunwilligkeit der Jugendlichen erörtert, die das Zustandekommen einer Therapie ihres übergriffi gen Verhaltens schwierig macht oder gar blockiert, und es werden Faktoren benannt, die die Jugendlichen veranlassen, die notwendige, zunächst extrinsisch bestimmteMotivation aufzubauen, um sich auf den therapeutischen Prozess einlassen zu können. Der zweite Teil des Artikels beschreibt dann die wesentlichen Aspekte dieser extrinsischen Motivation. Dasist zum einen der verpfl ichtende Rahmen für diese Therapie und zum anderen die Struktur der Kooperation der Einrichtungen, die den Therapieprozess initiieren bzw. an ihm beteiligt sind. Es zeigt sich, dass der für den Erfolg dieser Therapie notwendige Verpfl ichtungsrahmen ohne eine gute Kooperation der beteiligtenEinrichtungen nur schwer aufrechtzuerhalten ist. Der dritte Teil des Artikels gibt schließlich einen Überblick über wesentliche Aspekte des therapeutischen Prozesses. Es wird deutlich, dass diese Therapie einerseits in ihrem direktiven Ansatz und ihrer starken Strukturierung den Verpfl ichtungscharakter aufgreift und durchhält, andererseits durch eine prozesshafte Vorgehensweise, durch eine empathisch-unterstützende therapeutische Beziehung, durch Förderung einer guten Gruppenkohäsion und durch Schaffung eines guten „therapeutischen Raumes“, in dem die Jugendlichen ein vertieftes Verständnis für sich selbst fi nden, die Teilnehmer einlädt, eine eigene, intrinsische Motivation aufzubauen, ihr sexuell übergriffi ges Verhalten aufgeben und erlaubte, befriedigendere sexuelle Verhaltensweisen entwickeln zu wollen. Entscheidend für den therapeutischen Erfolg ist der Erfahrung nach, dass während des gesamten therapeutischen Prozesses die Spannung zwischen dem Verpfl ichtungscharakterund einer empathisch-motivierenden Einladung an die Teilnehmer, sich für ein tieferes Verständnis für sich selbst und für ihr übergriffi ges Verhalten zu öffnen, aufrechterhalten bleibt.