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Bindung und psychosomatische Gesundheit bei katholischen Seelsorgenden
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Bindung und psychosomatische Gesundheit bei katholischen Seelsorgenden

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Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: Die Studie untersucht die Bindungsrepräsentationen und psychosomatische Belastung... mehr
Bindung und psychosomatische Gesundheit bei katholischen Seelsorgenden
Fragestellung: Die Studie untersucht die Bindungsrepräsentationen und psychosomatische Belastung von katholischen Priestern und anderen Seelsorgenden in Deutschland.Methode: Mit 83 Seelsorgenden (47 Priester, 36 andere Seelsorgende) wurden strukturierte biographische Interviews geführt. Die Bindungsrepräsentanzen wurden mit dem Adult Attachment Projective Picture System (AAP) erfasst. Zudem lagen aus einer Fragebogenerhebung („Seelsorgestudie“) die Daten zur psychosomatischen Belastung anhand des Brief Symptom Inventory (BSI-18) vor. Ergebnisse: Der Anteil sicherer Bindungsrepräsentanzen lag bei 23 %, unsicher-distanzierterbei 39 %, unsicher-verstrickter bei 18%und desorganisierter bei 21 %. Seelsorgende mit einer sicheren Bindungsrepräsentanz wiesen eine geringere psychosomatische Belastung auf, währendunsicher-distanzierte und desorganisierte Seelsorgende erhöhte Belastungswerte erzielten. Diskussion: Die Befunde weisen auf einen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöhten Anteil unsicherer Bindungsrepräsentanzen und damit verbundener psychosomatischer Belastung hin, vor allem in den Geburtsjahrgängen 1933 bis 1945. Wie in den biographischen Interviews berichtet wird, scheint gerade vor dem Hintergrund problematischer elterlicher Beziehungen der institutionell-kirchlichen Bindung eine kompensatorische und stabilisierendeRolle zuzukommen.