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Wie zeitgemäß ist der Verfahrensbezug in psychotherapeutischer Ausbildung und Praxis?
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Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: Obgleich sich viele Psychotherapeuten als eklektisch oder integrativ ansehen,... mehr
Wie zeitgemäß ist der Verfahrensbezug in psychotherapeutischer Ausbildung und Praxis?
Fragestellung: Obgleich sich viele Psychotherapeuten als eklektisch oder integrativ ansehen, orientieren sich Weiterbildung und sozialrechtliche Anerkennung an dem Modell der Therapieverfahren. Vor dem Hintergrund der Forderung nach der Aufgabe der Richtlinienverfahren zugunsten einer allgemeinen, störungsorientierten Psychotherapie wird die Frage untersucht,wie zeitgemäß der Verfahrensbezug in Praxis und Ausbildung ist.Methodik: Es erfolgt diesbezüglich eine kritische Literatursichtung zu allgemeinen und störungsspezifischen Wirkfaktoren, Störungsorientierung und Manualisierung und der Ausbildungund Entwicklung von Psychotherapeuten Ergebnisse: Systematische Daten zurWirksamkeit vonMethodenkombinationen fehlen; erste empirische Befunde zeigen, dass nicht generell von einer Überlegenheit derMethodenkombination gegenüber einzelnen Verfahren auszugehen ist. Die Entwicklung transnosologischer Manuale zeigt die Grenzen der Störungsorientierung. AllgemeineWirkfaktoren wie therapeutischeAllianz oder Aufklärung über Störungsmodell und Behandlungsrationale und -vorgehen bedürfen verfahrensspezifischer Ausgestaltung. Schlussfolgerung: Der Verfahrensbezug bietet eine wichtige Konsistenz von Theorie, Selbsterfahrung und Supervision, was aber Offenheit gegenüber anderen Therapiekonzepten nicht ausschließt. Wie an aktuellen,manualisierten Beispielen aufgezeigt wird, lassen sich Techniken aus anderen Therapieverfahren theoretisch begründet integrieren. Integration verschiedener Ansätze lässt sich für den klinischen Praktiker wie für den Psychotherapieforscher auch alsEntwicklungsaufgabe ansehen, die mit zunehmender Erfahrung besser zu meistern ist.
Autoreninfos
    • Manfred E. Beutel
    • Univ.-Prof. Dr. med. Manfred E. Beutel, Diplom-Psychologe, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalyse, ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz.
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    • Jörg Wiltink
    • Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Wiltink, geb. 1971, Diplom-Psychologe, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, ist Leiter der Ambulanzen, des Konsiliardienstes sowie der Sektion Psychoonkologie der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz. Gemeinsam mit Prof. Beutel koordinierte er die S3-Leitlinien Angststörung. Wissenschaftliche Schwerpunkte sind psychoonkologische Fragestellungen, die Psychotherapieforschung...
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    • Claudia Subic-Wrana
    • Priv.-Doz. Dr. rer. medic. Claudia Subic-Wrana, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin, ist Leitende Psychotherapeutin an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz.
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