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Syntax und Wortarten der Lokalpartikeln des ṛgveda. Folge XI: sám
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Syntax und Wortarten der Lokalpartikeln des ṛgveda. Folge XI: sám

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Vandenhoeck & Ruprecht
Die Partikel sám bezeichnet das Aufeinandertreffen oder Zusammensein zweier Begriffe und kann... mehr
Syntax und Wortarten der Lokalpartikeln des ṛgveda. Folge XI: sám
Die Partikel sám bezeichnet das Aufeinandertreffen oder Zusammensein zweier Begriffe und kann semantisch in eine dynamische und eine statische Gruppe unterteilt werden, wovon die letztere noch die Untergruppen asymmetrisch direktional, symmetrisch bidirektional und parallel bildet. Die parallele Gruppe kann ferner subjekt- bzw. objektparallel getrennt werden. Von der jeweiligen Interpretation hängt der syntaktische Status der Partikel als Teil des verbalen Kasusrahmens ab. Ein Großteil der Gesamtbelege ist in dieser Hinsicht mehrdeutig, so dass eine Entscheidung bezüglich Status und Bedeutung der Partikel oftmals am Kontext hängt oder nicht eindeutig getroffen werden kann. Etymologisch geht die Partikel auf ein idg. Zahlwort für ‚eins‘ zurück (*sem, *som, *s). Als BNN treten neben sám die Kasus Akkusativ, Lokativ, Dativ und Instrumental auf. Letzterer ist dabei am breitesten bezeugt. Das Verhältnis von sám und BN ist, wenn eindeutig, appositiv. Am häufigsten tritt sám jedoch als Verbadjunkt mit BN auf oder als Adverbiale in autonomer Referenz. Steht sám neben anderen LPs, ist das Verhältnis der beiden zueinander meistens schwierig zu bestimmen; es sei denn, es handelt sich bei der anderen LP um ein Antonym. Lexikalisierungsprozesse sind häufig: Neben gut greifbaren Metaphern gibt es auch Beispiele für Valenzerhöhung und Bedeutungsumkehrung. Feststellbar ist außerdem eine resultativeFunktion der Partikel. Sám kann demnach in einigen Fällen auch als Präverb beurteilt werden. Nominalisierungen mit sa(m) im Vorderglied sind zumeist deverbal und haben in der Regel ein entsprechendes Syntagma neben sich.