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Negative mimische Affekte im Kontext klinischer Interviews: Entwicklung, Reliabilität und Validität einer Methode zur Funktionsbestimmung negativer Affektmimik
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Negative mimische Affekte im Kontext klinischer Interviews: Entwicklung, Reliabilität und Validität einer Methode zur Funktionsbestimmung negativer Affektmimik

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Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: In diesem Beitrag soll die Entwicklung eines Kategoriensystems vorgestellt werden,... mehr
Negative mimische Affekte im Kontext klinischer Interviews: Entwicklung, Reliabilität und Validität einer Methode zur Funktionsbestimmung negativer Affektmimik
Fragestellung: In diesem Beitrag soll die Entwicklung eines Kategoriensystems vorgestellt werden, mittels dessen negativen mimischen Affekten eine differenzierende Referenz beziehungsweise Funktion zugeordnet werden kann (Studie 1), sowie eine erste Validierung derMethode (Studie 2). Methode: Mimikanalysen werden für Ausschnitte von OPD-Interviews (Arbeitskreis-OPD 2006) mittels FACS (Ekman et al. 2002) durchgeführt und mittels EmFACS (Friesen u. Ekman 1984) Primäraffekten zugeordnet. In Studie 1 wird aus einer Teilstichprobe von 20 Interviews ein Rating entwickelt, das zehn Funktionskategorien vorsieht, die sich in drei Überkategorien(interaktiv, Selbst und Objekt) gruppieren. In Studie 2 werden die negativen Affektausdrücke (n = 2320) aus etwa zehnminütigen OPD-Interviewausschnitten von 80 Probandinnen (16 Gesunde, 64 Probandinnen mit mindestens einer Diagnose nach DSM-IV; Altersspanne: 18–57 Jahre) mit dem Kategoriensystem geratet und in Zusammenhang zu problematischem Beziehungserleben (IIP-D; Horowitz et al. 2000) gebracht. Ergebnisse: Das Kategoriensystem zurMimikfunktionszuschreibung ist reliabel und valide anwendbar. Diskussion: Erst durch die Zuordnung des mimischen Affektverhaltens in interaktive, selbst undobjektbezogene Funktion erhält dasmimischeAffektverhalten psychisch Erkrankter einen klinisch relevanten Bedeutungsgehalt.
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