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Die Gruppe in der Soldaten-Matrix
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Vandenhoeck & Ruprecht
Soldaten personifizieren die Abwehr und Destruktivität in einer Matrix, die sich in der... mehr
Die Gruppe in der Soldaten-Matrix
Soldaten personifizieren die Abwehr und Destruktivität in einer Matrix, die sich in der Auseinandersetzung mit existenziellen Bedrohungen und Allmachtswünschen herausbildet. Zu einer Soldaten-Matrix gehören bestimmte Rollen und Identifikationen, wie sie für eine Gesellschaft im Krieg typisch sind, die mit einem äußeren Feind konfrontiert ist und sich unter einer starken Autorität vereint. In einer solchen Matrix wird bei den Soldaten, aber auch bei anderen Mitgliedern ihrer Großgruppe, die Fähigkeit stark eingeschränkt, Scham, Schuld und Empathie zu empfinden. Der stärker individualisierte Teil ihres Selbst tritt in den Hintergrund. Die Gruppenkultur ist durch zunehmend rigidere Rollen gekennzeichnet, in denen Aggression sowie Hingabe und Aufopferung für die eigene Gruppe dominieren. Soldaten und andere Menschen im Einflussbereich der Soldaten-Matrix können versuchen, in ihrer Gruppe mehr Eigenständigkeit zu gewinnen und sich gegen die Macht der Ausschluss- und Ausgrenzungsfantasien zu behaupten. Dies kann vielleicht am besten mit Unterstützung von gruppenanalytischen Großgruppen erreicht werden.