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Emotionsregulation und emotionale Verletzungssensitivität bei Jugendlichen mit Angststörungen
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Emotionsregulation und emotionale Verletzungssensitivität bei Jugendlichen mit Angststörungen

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Vandenhoeck & Ruprecht
Aus bindungstheoretischer Perspektive ist unsichere Bindung in der Kindheit und im Jugendalter... mehr
Emotionsregulation und emotionale Verletzungssensitivität bei Jugendlichen mit Angststörungen
Aus bindungstheoretischer Perspektive ist unsichere Bindung in der Kindheit und im Jugendalter ein Risikofaktor für die Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Angststörung. Hierbei können dysfunktionale Emotionsregulationsstrategien und eine negative, stereotype, soziale Informationsverarbeitung als mediierende Prozesse zwischen Bindung und Psychopathologie betrachtet werden. Die vorliegende Studie untersucht auf dieser theoretischen Basis Unterschiede in Emotionsregulation, emotionaler Verletzungssensitivität und Verhaltenshemmung bei Jugendlichen mit diagnostizierter Angststörung im Vergleich zu Jugendlichen einer gesunden Kontrollstichprobe. Jugendliche mit Angststörung wiesen mehr maladaptive Emotionsregulationsstrategien auf, die je nach Emotion variierten und berichteten mehr Situationen zu erleben, in denen sie sich emotional verletzt fühlten ohne jedoch solche Situationen anders zu bewerten als die Jugendlichen der Kontrollgruppe. Verhaltenshemmung erklärte keine zusätzliche Varianz. Die Ergebnisse legen nahe, dass Jugendliche mit Angststörungen einen Bias in der Interpretation sozialer Interaktionen als häufig emotional verletzend haben und Emotionsregulationsstrategien nutzen, die nicht effektiv sind und eine soziale Regulation durch andere nahestehende Personen einschränken oder verhindern. Dies wird bindungstheoretisch diskutiert.