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Autistische Störungen nach DSM-5: Spektrum oder Cluster?
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Vandenhoeck & Ruprecht
Im neuen DSM-5 werden die bisher klassifizierten Subgruppen der „Autistischen Störung“ (299.0),... mehr
Autistische Störungen nach DSM-5: Spektrum oder Cluster?
Im neuen DSM-5 werden die bisher klassifizierten Subgruppen der „Autistischen Störung“ (299.0), des „Asperger-Syndroms“ (299.80) und der „tiefgreifenden Entwicklungsstörung (299.80) zu Gunsten einer „Autismus-Spektrums-Störung“ aufgegeben. Mit Blick auf eine individuelle und zielführende Beratung und Therapieplanung stellt sich daher die Frage nach einer empirisch begründbaren und klinisch praktikablen Subgruppendifferenzierung. Anhand der Variablen zweier Autismus-Ratingskalen (ASDS und FSK) wurde eine explorative clusteranalytische Untersuchung (Two-Step) von 103 Kindern (Alter: 5-18 Jahre), die wegen des Verdachts auf eine autistische Störung in einer sozialpädiatrischen Ambulanz vorgestellt wurden, durchgeführt. In dem 2-Clustermodell sind es in beiden Ratingskalen hauptsächlich Auffälligkeiten in der sozialen Kommunikation, die die Kinder in ein „kommunikativ auffälliges Cluster“ (51 % u. 41 %) und ein „unauffälliges“ Cluster gruppieren. Bei der 3-Cluster-Lösung des ASDS generieren sensorische Überempfindlichkeiten, die Fixierung auf Routinen und sozial-kommunikative Auffälligkeiten eine „autistische“ Subgruppe (22 %). Die Kinder des zweiten Clusters („sozial-kommunikativ auffällig, 35 %) haben nur sozial-kommunikative Probleme, die dritte Gruppe (38 %) zeigt keinerlei Auffälligkeiten. In der 3-Cluster-Lösung des FSK differenziert sich das auffällige Cluster in eine Subgruppe mit sozial-kommunikativen Problemen und eine andere mit restriktiven, repetitiven Verhaltensmustern. Die Clusterlösungen werden vor dem Hintergrund der neuen DSM-5-Diagnosekriterien diskutiert, für weitere Studien wäre eine Präzisierung mancher ASDS- und FSK-Items wünschenswert.