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Mobbing – fast schon eine Strukturdiagnose? Kritische Anmerkungen zum Konstrukt Mobbing sowie zur Differentialindikation von Einzel- versus Gruppenpsychotherapie bei Patienten mit Mobbing-Anamnese
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Mobbing – fast schon eine Strukturdiagnose? Kritische Anmerkungen zum Konstrukt Mobbing sowie zur Differentialindikation von Einzel- versus Gruppenpsychotherapie bei Patienten mit Mobbing-Anamnese

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Vandenhoeck & Ruprecht
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den beiden Polen des Phänomens Mobbing – der mobbenden Gruppe... mehr
Mobbing – fast schon eine Strukturdiagnose? Kritische Anmerkungen zum Konstrukt Mobbing sowie zur Differentialindikation von Einzel- versus Gruppenpsychotherapie bei Patienten mit Mobbing-Anamnese
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den beiden Polen des Phänomens Mobbing – der mobbenden Gruppe und dem gemobbten Individuum, mit Merkmalen und Konstellationen, die eine Gruppe dazu disponieren, dass innerhalb ihrer im Dienste der Gruppenkohäsion gemobbt wird, sowie mit Persönlichkeitsmerkmalen und anamnestischen Besonderheiten, die ein Individuum dazu disponieren, gemobbt zu werden. Von zentraler Bedeutung sind dabei destruktiver Neid und der Mechanismus der Inversion. Anhand von zwei Fallbeispielen wird die Differentialindikation Einzel- versus Gruppenpsychotherapie bei Patienten mit Mobbing-Anamnese diskutiert. Vor diesem Hintergrund wird das Konstrukt Mobbing kritisch hinterfragt. Aus dem ersten Fallbeispiel leitet sich ab, dass bei der Indikationsstellung für Gruppenpsychotherapie nicht nur die individuelle Psychodynamik, sondern auch der Zustand bzw. Reifegrad der Gruppe von Belang ist; wobei insbesondere die Toleranz der Gruppe für Schamaffekte relevant ist. Beim zweiten Fallbeispiel, einer analytischen Einzeltherapie, ist ein Traum der Patientin von zentraler Bedeutung, der sowohl zeigt, welche psychodynamischen Besonderheiten zu einer Disposition als Mobbing-Opfer beitragen, als auch, wie diese Mechanismen erfolgreich überwunden werden können. Der Traum zeigt zugleich, dass auch in einer Einzeltherapie die mobbende Gruppe präsent ist. Abschließend werden Schlussfolgerungen für die Differentialindikation einschließlich zu erwartender Schwierigkeiten bei der Behandlung und Beratung von Mobbing-Patienten abgeleitet.