Der Artikel wurde erfolgreich hinzugefügt.
Des Kaisers neue Kleider? – Eine Kritik am Projekt „Kein Täter werden“
Zeitschriftenartikel

Des Kaisers neue Kleider? – Eine Kritik am Projekt „Kein Täter werden“

7,00 € *  (D)

inkl. MwSt., versandkostenfrei innerhalb D/A/CH

Sofort als Download lieferbar

Ausgabeformat:

Sprache:
Vandenhoeck & Ruprecht
Wer die öffentliche Diskussion der letzten Jahre verfolgt, kann den Eindruck gewinnen, der... mehr
Des Kaisers neue Kleider? – Eine Kritik am Projekt „Kein Täter werden“
Wer die öffentliche Diskussion der letzten Jahre verfolgt, kann den Eindruck gewinnen, der Großteil der sexualisierten Gewalt würde von „Pädophilen“ begangen, aber zum Glück gebe es das Projekt „Kein Täter werden“, das endlich dagegen effektive Prävention betreibe. Dort würden „pädophile“ Männer erreicht, bevor sie sexualisierte Gewalt begehen, und durch die Therapie davor bewahrt, so etwas zu tun. Der Autor wirft einen kritischen Blick auf die Konzeption und Arbeit von „Kein Täter werden“. Er diskutiert u. a. die Genauigkeit der verwendeten Begriffe, die Konstruktvalidität1 und Reliabilität2 der Diagnostik, dieRelevanz und ethische Grundlagen. Er führt aus, dass die Grundannahmen von „Kein Täter werden“ hinterfragt werden müssen und zum Teil widerlegt sind, dass für einige dieser Grundannahmen keine Belege vorgebracht werden können, die Diagnostik kritikwürdig ist, die originäre Zielgruppe kaum erreicht wird und dass es während der Therapie zu einer Fortsetzung schon vorher begangener sexualisierter Gewalt kommt, offensichtlich ohne dass „Kein Täter werden“ adäquat reagiert.