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Kosten und Nutzen Früher Hilfen – aktuelle Erkenntnisse und zukünftiger Forschungsbedarf
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Kosten und Nutzen Früher Hilfen – aktuelle Erkenntnisse und zukünftiger Forschungsbedarf

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Vandenhoeck & Ruprecht
„Mehr Hilfen kosten auch mehr Geld“ (Pothmann & Schilling, 2006). Dies lässt sich an der Kinder-... mehr
Kosten und Nutzen Früher Hilfen – aktuelle Erkenntnisse und zukünftiger Forschungsbedarf
„Mehr Hilfen kosten auch mehr Geld“ (Pothmann & Schilling, 2006). Dies lässt sich an der Kinder- und Jugendhilfestatistik ablesen. Zwar wird seit 2011 ein geringerer Zuwachs der Ausgaben im Bereich der erzieherischen Hilfen und damit eine Konsolidierung der seit 2005 gestiegenen Inanspruchnahme der HzE verzeichnet (Schilling, 2013), die erhöhte Aufmerksamkeit im Kinderschutz und die Einführung Früher Hilfen hat jedoch zusätzliche Mittel gebunden. Deshalb wird nun verstärkt die Legitimation dieses Mitteleinsatzes über den Nachweis der Wirksamkeit gefordert. Dieser ist jedoch in einem komplexenFeld, wie den Frühen Hilfen, nicht einfach zu erbringen und bedarf einer längerfristig angelegten Forschung. Neben der Betrachtung der Wirksamkeit, der Effektivität sind Kosten-Nutzen-Analysen notwendig, um die Effizienz zu untersuchen. Im Projekt „Guter Start ins Kinderleben“ wurden auf der Grundlage des derzeitigenForschungsstandes die Kosten und der Nutzen Früher Hilfen beispielhaft am Standort Ludwigshafen untersucht. Das Ergebnis macht deutlich, wie gering die Kosten der Frühen Hilfen gegenüber den Folgekosten durch Kindesmisshandlung und Vernachlässigung sind: Das Verhältnis der Kosten Früher Hilfenbeträgt gegenüber den Folgekosten durch Kindeswohlgefährdung unter den getroffenen Annahmen im moderaten Szenario 1:13 und 1:34 im pessimistischen Szenario. Die erzielten Befunde der Studie sprechen – bei aller noch notwendigen begleitenden Evaluation über längere Zeiträume – für einen entschiedenenParadigmenwechsel in den Finanzierungsstrukturen von Gesundheitswesen und Jugendhilfe. Die Untersuchung macht jedoch auch deutlich, dass die Datenverfügbarkeit im Themengebiet weiter ausgebaut werden muss, um die Ergebnisse auf eine breitere Basis stellen zu können.