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Emotionsregulation bei Jugendlichen mit Nichtsuizidalen Selbstverletzungen
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Vandenhoeck & Ruprecht
Nichtsuizidale Selbstverletzungen (NSSV) ist ein prävalentes und beeinträchtigendes Störungsbild,... mehr
Emotionsregulation bei Jugendlichen mit Nichtsuizidalen Selbstverletzungen
Nichtsuizidale Selbstverletzungen (NSSV) ist ein prävalentes und beeinträchtigendes Störungsbild, welches neu als Forschungsdiagnose in das DSM-5 aufgenommen wurde. Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von NSSV spielen Schwierigkeiten in der Emotionsregulation eine zentrale Rolle. Diese Studie untersuchte die Emotionsregulation von weiblichen Jugendlichen mit NSSV nach DSM-5 (NSSV, n = 55), Jugendlichen einer klinischen Kontrollgruppe mit psychischen Störungen ohne NSSV (KKG, n = 30) und Jugendlichen einer gesunden Kontrollgruppe (GKG, n = 58) anhand verschiedener Selbstbericht-Fragebögen und Interviews zur Emotionsregulation. Wie erwartet, zeigten sich bei Jugendlichen mit NSSV signifikant mehr Schwierigkeiten in der Emotionsregulation als bei psychisch gesunden Jugendlichen über alle Fragebögen hinweg. Zudem zeigte sich, dass Jugendliche mit NSSV signifikant mehr Schwierigkeiten in den Bereichen Impulskontrolle, begrenzter Zugriff auf Emotionsregulationsstrategien, Klarheit über eigene Gefühle und zielgerichtetes Verhalten aufweisen als die GKG und die KKG. Traurigkeit wird von Jugendlichen mit NSSV im Vergleich zur KKG signifikant häufiger empfunden (d = 0.66) als andere Emotionen. Jugendliche mit NSSV berichteten signifikant weniger die Emotion Freude im Vergleich zur GKG (d = 1.83). Die Ergebnisse bestätigen, dass Jugendliche mit NSSV auch im Vergleich zu einer klinischen KG Schwierigkeiten in der Emotionsregulation aufweisen. Klinische Implikationen werden aufgezeigt.