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Stationäre tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie bei depressiven Störungen (STOP-D) – Erste Befunde einer naturalistischen, multizentrischen Wirksamkeitsstudie
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Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: Die generelle Wirksamkeit ambulanter und stationärer tiefenpsychologisch... mehr
Stationäre tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie bei depressiven Störungen (STOP-D) – Erste Befunde einer naturalistischen, multizentrischen Wirksamkeitsstudie
Fragestellung: Die generelle Wirksamkeit ambulanter und stationärer tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie ist belegt. Dagegen stehen Studien zur Wirksamkeit stationärertiefenpsychologisch fundierter psychosomatischer Krankenhausbehandlung bei depressiven Störungen noch aus.Methode: Innerhalb einer naturalistischen Multicenterstudie wurde die Wirksamkeit tiefenpsychologischfundierter Psychotherapie anhand einer stationär behandelten Patientenstichprobeuntersucht. Einschluss fanden weibliche Patienten mit depressiven Beschwerden aus 15 psychosomatischen Kliniken (N = 487). Die mittlere Behandlungsdauer betrug 61.8 Tage. Die Datenerfassung erfolgte zum Zeitpunkt der stationären Aufnahme (T1) sowie zum Entlassungszeitpunkt (T2). Ergebnisse: Erste Resultate zeigen die hohe Wirksamkeit tiefenpsychologisch fundierter stationärer Psychotherapie auf depressionstypische Beschwerden. In allen verwendeten klinisch- psychometrischen Inventaren (BDI,HAM-D, SCL-90-R, BSS, GAF) zeigten sich hohe Effektstärken im Sinne einer deutlichen Reduktion der Symptomlast von T1 nach T2. Patientinnen mit komorbider Persönlichkeitsstörung profitierten signifikant weniger als Patientinnen ohne Persönlichkeitsstörung.Diskussion: Bei nachgewiesener genereller Wirksamkeit stationärer tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie auf depressive Störungen bleibt der Einfluss der eingesetzten unterschiedlichen Therapiemethoden noch offen. Es stehen außerdem die Überprüfung der Nachhaltigkeit sowie die Auswirkungen der stationären Psychotherapie auf psychodynamisch relevante Konstrukte aus.
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