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Zusammenhang zwischen Einschulungsalter und Verhaltensauffälligkeiten
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Vandenhoeck & Ruprecht
Aktuelle Studien legen nahe, dass Kinder, die innerhalb ihrer Schulklasse zu den jüngsten zählen,... mehr
Zusammenhang zwischen Einschulungsalter und Verhaltensauffälligkeiten
Aktuelle Studien legen nahe, dass Kinder, die innerhalb ihrer Schulklasse zu den jüngsten zählen, vermehrt Verhaltensauffälligkeiten zeigen und eine höhere Diagnosewahrscheinlichkeit für eine Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) tragen und medikamentös behandelt werden als ihre relativ älteren Klassenkameraden. In dem vorliegenden Beitrag wird der Zusammenhang zwischen Einschulungsalter und Verhaltensauffälligkeiten anhand des „Strengths and Difficulties Questionnaire“ (SDQ) nach Lehrerurteil sowie der Prävalenz von ADHS-Diagnosen und -Medikation für eine Stichprobe von Grundschulkindern in Deutschland untersucht, die 2009 eingeschult wurden (N = 928). Es zeigte sich, dass die relativ jüngeren Kinder als hyperaktiver beurteilt wurden als die älteren Kinder der Klassenstufe, wenn das Geschlecht kontrolliert wurde. Bei getrennter Betrachtung der Geschlechter erwies sich nur für die Stichprobe der Jungen der relative Alterseffekt bzgl. der Hyperaktivität als bedeutsam. Für alle anderen Subskalen des SDQ sowie für die ADHS-Diagnose und -Medikation konnte kein Zusammenhang mit dem Einschulungsalter gefunden werden. Auch wenn die Beziehung zwischen Einschulungsalter und Verhaltensauffälligkeiten nur zum Teil belegt wurde, erscheint ein Verständnis dieser Assoziationen für die klinische Praxis wichtig, um bei der Verhaltensbeurteilung von Kindern mögliche Reifeunterschiede berücksichtigen zu können.
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