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Das Kompetenzanalyseverfahren (KANN): Autismus-Spektrum-Störungen und/oder ADHS im Vergleich
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Das Kompetenzanalyseverfahren (KANN): Autismus-Spektrum-Störungen und/oder ADHS im Vergleich

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Vandenhoeck & Ruprecht
Aufgrund der häufigen Komorbidität von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und... mehr
Das Kompetenzanalyseverfahren (KANN): Autismus-Spektrum-Störungen und/oder ADHS im Vergleich
Aufgrund der häufigen Komorbidität von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) steht die Untersuchung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den beiden Störungsbildern seit einigen Jahren im Fokus der Forschung. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, die drei klinischen Gruppen „ASS“, „ADHS“ und „ASS+ADHS“ sowie eine Kontrollgruppe anhand von alltagsnahen und sozialen Kompetenzen mittels des Kompetenzanalyseverfahrens (KANN) zu vergleichen. Das KANN ist ein Fremdbeurteilungsverfahren zur Einschätzung beobachtbarer personaler Ressourcen (Kompetenzen) von Kindern und Jugendlichen. Insgesamt werden n = 205 Kinder und Jugendliche aus dem Bereich der Erziehungshilfen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die ADHS-Gruppe den Gruppen „ASS“ (hier statistisch signifikant) und „ASS+ADHS“ auf den KANN-Skalen „Freizeitverhalten & Gleichaltrige“ sowie „Selbstständigkeit im Alltag“ überlegen ist. Die ähnlichen KANN-Profile der beiden autistischen Gruppen sprechen – im Gegensatz zu parallel erhobenen Daten zu Verhaltensauffälligkeiten (CBCL/4-18) – nicht für die Hypothese eines additiven Symptomeffekts im Sinne von Kompetenzeinbußen bei der Kombinationsdiagnosegruppe „ASS+ADHS“. Darüber hinaus unterstützt die Differenzierungsfähigkeit der KANN-Skalen zwischen einer klinischen und einer nicht-klinischen Kinder- und Jugendhilfegruppe die Testgüte des KANN.