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Seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe/Heimerziehung
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Seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe/Heimerziehung

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Vandenhoeck & Ruprecht
Im Vergleich zur Normalpopulation weisen Kinder und Jugendliche in stationärer Jugendhilfe... mehr
Seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe/Heimerziehung
Im Vergleich zur Normalpopulation weisen Kinder und Jugendliche in stationärer Jugendhilfe hinsichtlich psychischer Belastungen höhere Prävalenzraten auf. Diese Untersuchung versucht, einen Überblick über die derzeitige Lage und die Bedingungen, unter denen Kinder und Jugendliche heute in der stationären Jugendhilfe in der Hansestadt Rostock (MV) aufwachsen, zu vermitteln. Eine vergleichbare Studie wurde 2008 im Landkreis Bad Doberan durchgeführt (Engel et al., 2009). Die Untersuchung wurde mit zwei Messzeitpunkten über einen Zeitraum von acht Monaten vorgenommen. Es beteiligten sich 48 Jugendliche im Alter von 11-20 Jahren. Als Untersuchungsinstrumente dienten die standardisierten Fremd- und Selbstbeurteilungsbögen Child-Behavior-Checklist (CBCL 4-18), Teacher-Report-Form (TRF), Youth-Self-Report-Form (YSR), Youth-Psychopath-Inventory (YPI) und Barratt-Impulsiveness-Scale (BIS-11). Insgesamt schätzten sich im Selbsturteil 51 % der befragten Teilnehmer als klinisch auffällig ein, wobei die weiblichen Probanden internal höhere Werte aufwiesen als die männlichen Teilnehmer. Im Fremdurteil liegen die klinischen Werte bei 45 %. Die hier dimensional erfassten Werte zeigen deutlich, dass in der Jugendhilfe stationär untergebrachte Kinder und Jugendliche häufig klinisch relevante psychische Auffälligkeiten aufweisen und hier eine noch stärkere Vernetzung zwischen Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie erfolgen muss.