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Geschlechtsidentitätsentwicklung jenseits starrer Zweigeschlechtlichkeit
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Geschlechtsidentitätsentwicklung jenseits starrer Zweigeschlechtlichkeit

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Vandenhoeck & Ruprecht
Die Konflikte, an denen Menschen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen leiden, resultieren nicht... mehr
Geschlechtsidentitätsentwicklung jenseits starrer Zweigeschlechtlichkeit
Die Konflikte, an denen Menschen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen leiden, resultieren nicht aus den genetischen Besonderheiten, sondern aus der starren dichotomen Geschlechterordnung, die gegenwärtig wieder eine Renaissance erlebt. Dasselbe gilt für Menschen mit unsicherer Geschlechtsidentität. Im Sinne des Kindeswohls scheint dagegen eine Auffassung von Geschlecht notwendig, die über die binäre Zweiteilung hinausgeht und die personale Identitätsentwicklung durchlässig für geschlechtliche Zwischenstufen gestaltet. Ein solches Geschlechterkonzept lässt sich im Anschluss an psychoanalytische Theorien entwickeln. In diesem Diskurs findet sich eine Reihe von Anknüpfungspunkten für eine weniger normative, differenzierte Konzeptualisierung der Geschlechtsentwicklung. Ausgehend von Freuds Konzept derkonstitutionellen Bisexualität wird die inzwischen seit mehr als 40 Jahren im Mainstream der Psychoanalyse verankerte Theorie von Robert Stoller einem kritischen Blick unterzogen und mit Reimut Reiches und Jean Laplanches Argumenten eine weiterführende psychologische Geschlechtertheorie skizziert, die nicht reduktionistisch und normativ die dichotome Abgrenzungdes Geschlechts fordert, sondern den Raum für eine Vielfalt der Geschlechter öffnet.