Der Artikel wurde erfolgreich hinzugefügt.
Heterogenität von Geschlechtsidentitätsstörungen bei Jugendlichen: Zur differenziellen Bedeutung der psychiatrischen Komorbidität und individuellen Psychodynamik
Zeitschriftenartikel

Heterogenität von Geschlechtsidentitätsstörungen bei Jugendlichen: Zur differenziellen Bedeutung der psychiatrischen Komorbidität und individuellen Psychodynamik

7,00 € *  (D)

inkl. MwSt., versandkostenfrei innerhalb D/A/CH

Sofort als Download lieferbar

Ausgabeformat:

Sprache:
Vandenhoeck & Ruprecht
Geschlechtsidentitätsstörungen (GIS) respektive Genderdysphorie (GD) gelten als multifaktorielle... mehr
Heterogenität von Geschlechtsidentitätsstörungen bei Jugendlichen: Zur differenziellen Bedeutung der psychiatrischen Komorbidität und individuellen Psychodynamik
Geschlechtsidentitätsstörungen (GIS) respektive Genderdysphorie (GD) gelten als multifaktorielle Erkrankung, deren Ätiologie komplexen biopsychosozialen Bedingungen unterworfen ist. Daraus ergibt sich, dass Therapeuten, die Kinder- und Jugendliche mit GIS/GD behandeln, es nicht mit einer einheitlichen, sondern einer in sich sehr heterogenen Gruppe mit individuell unterschiedlichem Ursachengefüge, differenter Psychopathologie und variablem Verlauf zu tun haben. Neben allgemeinen entwicklungspsychiatrischen Aspekten kommt insbesondere der psychiatrischen Komorbidität, aber auch der individuell unterschiedlichen Psychodynamik – das heißt der spezifischen Konfliktkonstellation und möglichen Ich-strukturellen Entwicklungsdefiziten – ebenso wie der Lerngeschichte der Betroffenen eine differenzielle Bedeutung zu. In Hinblick auf die Indikation für geschlechtsangleichende Maßnahmen dürfen diese Aspekte nicht unberücksichtigt bleiben. Die sich daraus ableitenden Schwierigkeiten der Entscheidungsfindung sowie die Sinnhaftigkeit einer systematischen Auswertung von Kasuistiken als Grundlage für eine weitere Optimierung der Behandlungs-empfehlungen werden anhand von zwei Fallberichten verdeutlicht. Dabei werden auch die Nachteile und möglichen Gefahren einerzu frühzeitigen diagnostischen Festlegung und Einleitung von geschlechtsangleichenden somato-medizinischen und juristischen Maßnahmen exemplarisch aufgezeigt.