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Traumata, Entwicklungsperioden und motivationale Fähigkeiten bei Schweizer Verdingkindern im Alter
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Traumata, Entwicklungsperioden und motivationale Fähigkeiten bei Schweizer Verdingkindern im Alter

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Sprache:
Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: Die Studie untersucht in Abhängigkeit entwicklungspsychologischer Stadien die... mehr
Traumata, Entwicklungsperioden und motivationale Fähigkeiten bei Schweizer Verdingkindern im Alter
Fragestellung: Die Studie untersucht in Abhängigkeit entwicklungspsychologischer Stadien die Beziehung zwischen potentiell traumatischen Erfahrungen in der Kindheit und den aktuellen motivationalen Fähigkeiten im höheren Lebensalter.Methode: Die motivationalen Fähigkeiten Selbstwirksamkeit, Gewissenhaftigkeit und Impulsivität (Selbstkontrolle) wurden bei 114 ehemaligen Schweizer Verdingkindern erhoben. ZurErfassung der potentiellen Traumafaktoren wurde der Childhood Trauma Questionnaire (CTQ) eingesetzt. Die Stichprobe wurde in vier Altersgruppen, in denen die Erstverdingung begann, unterteilt: Säuglingsalter (0–2), Vorschulalter (3–5), frühe Kindheit (6–9) und frühe Adoleszenz (≥ 10). Ergebnisse: Die stärkste Beziehung war zwischen Selbstwirksamkeit und dem CTQ-Gesamtwert in der Altersgruppe der Frühadoleszenten zu finden. Danach folgte der Zusammenhang zwischen Gewissenhaftigkeit und dem CTQ-Gesamtwert in der gleichen Altersgruppe. Schließlich waren Impulsivität und der CTQ-Gesamtwert in der Gruppe Vorschulalter am stärksten assoziiert. Diskussion: Potentielle Traumafaktoren scheinen die Selbstwirksamkeit und Gewissenhaftigkeit ab dem zehnten Lebensjahr negativ zu beeinflussen. Die Selbstkontrolle scheint jedoch schon im früheren Alter dem schädlichen Einfluss aversiver Erfahrungen zu unterliegen.