Der Artikel wurde erfolgreich hinzugefügt.
Therapie-Non-Response in der psychosomatischen Krankenhausbehandlung und Rehabilitation – Eine systematische Übersicht
Zeitschriftenartikel

Therapie-Non-Response in der psychosomatischen Krankenhausbehandlung und Rehabilitation – Eine systematische Übersicht

7,00 € *  (D)

inkl. MwSt., versandkostenfrei innerhalb D/A/CH

Sofort als Download lieferbar

Ausgabeformat:

Sprache:
Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: Im folgenden Artikel wird der aktuelle Stand der Misserfolgsforschung in der... mehr
Therapie-Non-Response in der psychosomatischen Krankenhausbehandlung und Rehabilitation – Eine systematische Übersicht
Fragestellung: Im folgenden Artikel wird der aktuelle Stand der Misserfolgsforschung in der stationären psychosomatischen Krankenhausbehandlung und Rehabilitation in Deutschlanddargestellt. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Häufigkeit und den möglichen Prädiktoren erfolgloser Behandlungen.Methode: Es wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken MEDLINE, PsycARTICLES, PsycINFO und PSYNDEX durchgeführt. Eingeschlossen wurden alle Arbeiten der letzten 20 Jahre, die differentielle Behandlungsverläufe und Aussagen zu Misserfolg von erwachsenen Patienten in einem stationären psychosomatischen Setting untersuchten. Ergebnisse: Es wurden insgesamt 31 Studien identifiziert, aus 15 Studien ließen sich Prädiktoren für Non-Response oder Verschlechterungen extrahieren. Im Ergebnis zeigt sich, dass 20 bis 30%der Patienten die stationäre psychotherapeutische Behandlung ohne signifikante Verbesserungen beenden, und 5 bis 10% sich verschlechtern. Eine hohe anfängliche Symptombelastung,ein chronischer Krankheitsverlauf, eine somatoforme Erkrankung oder eine Persönlichkeitsstörung sind mit Non-Response und Verschlechterungen assoziiert. Weitere Prädiktoren für ein ungünstiges Therapieergebnis sind das Ausbleiben einer therapeutischen Verbesserung in der Anfangsphase der Behandlung (early-response) sowie eine schlechte therapeutischeBeziehung. Soziodemographische und sozialmedizinische Variablen besitzen dagegen nur geringe prädiktive Aussagekraft.Diskussion: Aus den Ergebnissen lassen sich mögliche Prädiktoren ungünstiger therapeutischer Verläufe ableiten. Die Befunde machen auf Schwachstellen der Versorgung aufmerksamund können damit zur Diskussion über Möglichkeiten der Qualitätsverbesserung in diesem Versorgungsbereich beitragen.