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Interethnische Analysen der Verteilungen psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen in einer Inanspruchnahmepopulation
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Interethnische Analysen der Verteilungen psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen in einer Inanspruchnahmepopulation

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Vandenhoeck & Ruprecht
Die Studie analysiert eine Inanspruchnahmepopulation der kinder- und jugendpsychiatrischen... mehr
Interethnische Analysen der Verteilungen psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen in einer Inanspruchnahmepopulation
Die Studie analysiert eine Inanspruchnahmepopulation der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung der Jahre 2007 bis 2011 einer deutschen Großstadt (N = 5.680) und untersucht die Diagnoseverteilungen psychischer Störungen auf interethnische Unterschiede. Es werden für unterschiedliche ethnische Gruppen Risiken berechnet, an einer spezifischen psychischen Störung zu erkranken. Kinder und Jugendliche mit afrikanischem Migrationshintergrund leiden mit signifikant höherem Risiko an einer Belastungs- oder Anpassungsstörung (F 43 nach ICD-10), die asiatische Gruppe an dissoziativen oder somatoformen Störungen (F 44 oder 45). Die deutschen Kinder und Jugendlichen ohne Migrationshintergrund zeigen im Vergleich zu anderen Europäern ein erhöhtes Risiko, an affektiven Störungen (F 3) zu erkranken. Jugendliche (N = 3.556) mit russischem oder polnischem Migrationshintergrund weisen vermehrt eine Störung verursacht durch psychotrope Substanzen (F 1) auf. Bei der Gruppe mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund liegt ein 4- bis 5-fach erhöhtes Risiko vor, an einer Schizophrenie, schizotypen oder wahnhaften Störung (F 2) zu erkranken. Das Geschlecht und die Nationalität beeinflussen ebenfalls das Risiko, an bestimmten psychischen Störungen zu erkranken. Die Ergebnisse legen eine unterschiedliche Vulnerabilität für spezifische Störungen aufgrund der Ethnie nahe.