Der Artikel wurde erfolgreich hinzugefügt.
Temperament und Charaktereigenschaften als protektive Faktoren bei Jugendlichen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen
Zeitschriftenartikel

Temperament und Charaktereigenschaften als protektive Faktoren bei Jugendlichen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen

7,00 € *  (D)

inkl. MwSt., versandkostenfrei innerhalb D/A/CH

Sofort als Download lieferbar

Ausgabeformat:

Sprache:
Vandenhoeck & Ruprecht
Obwohl Jugendliche in stationären Jugendhilfeeinrichtungen eine Hochrisikopopulation für... mehr
Temperament und Charaktereigenschaften als protektive Faktoren bei Jugendlichen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen
Obwohl Jugendliche in stationären Jugendhilfeeinrichtungen eine Hochrisikopopulation für psychische Störungen darstellen, zeigen nicht alle Jugendlichen psychische Auffälligkeiten. Ziel dieser Studie ist, protektive Merkmale bei diesen Jugendlichen zu bestimmen. 314 Jugendliche aus 20 stationären Jugendhilfeeinrichtungen wurden mittels standardisierter Instrumente (Child Behavior Checklist (CBCL), Junior Temperament and Character Inventory (JTCI)) untersucht. Sozidemografische Daten wurden durch Befragung der Betreuer in den Einrichtungen erhoben. Auf Grundlage der Daten wurden anhand von Wertebereichen in der CBCL zwei Gruppen (resiliente vs. psychisch auffällige) gebildet, mit denen die Analysen erfolgten. Resiliente Jugendliche und Jugendliche mit psychischen Auffälligkeiten unterschieden sich in Temperaments- und Charaktereigenschaften (z. B. Selbstlenkungsfähigkeit F = 28.4, p < .001, d = 0.64) mit kleinen bis mittleren Effektstärken (d = 0.36 bis 0.64). Resiliente Jugendliche lebten zudem in signifikant größeren Einrichtungen (U = 9080, p = .025). Weitere Faktoren, wie Geschlecht, Alter bei Aufnahme und Aufenthaltsdauer in der Einrichtung, waren nicht mit Resilienz assoziiert. Resiliente Jugendliche und Jugendliche mit psychischen Auffälligkeiten unterschieden sich signifikant in Temperaments- und Charaktereigenschaften. Besonders Charaktereigenschaften bilden einen Ansatzpunkt für die Konzeption von ressourcenorientierten Interventionen zur Förderung psychischer Gesundheit und weiterer Resilienzfaktoren, wie soziale Unterstützung.
Autoreninfos