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Pilotstudie zur Effektivität eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen Gruppenprogramms mit psychoedukativen Anteilen für Jugendliche mit pathologischem Internetgebrauch
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Pilotstudie zur Effektivität eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen Gruppenprogramms mit psychoedukativen Anteilen für Jugendliche mit pathologischem Internetgebrauch

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Vandenhoeck & Ruprecht
Ein exzessiver Gebrauch bis hin zu einer pathologischen Nutzung des Internets ist in den meisten... mehr
Pilotstudie zur Effektivität eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen Gruppenprogramms mit psychoedukativen Anteilen für Jugendliche mit pathologischem Internetgebrauch
Ein exzessiver Gebrauch bis hin zu einer pathologischen Nutzung des Internets ist in den meisten Industrieländern (besonders aber in Asien, Europa und Nordamerika) ein Phänomen von wachsender Bedeutung. Nach aktuellen epidemiologischen Befunden scheint pathologischer Internetgebrauch in Deutschland bei Jugendlichen häufiger als bei Erwachsenen aufzutreten und etwa 4-6 % der deutschen Jugendlichen zeigen ein entsprechendes Verhalten. Weltweit liegen aktuell nur sehr wenige Studien vor, die therapeutische Interventionen und deren Effektivität bei Jugendlichen mit einer pathologischen Nutzung des Internets untersucht haben. Über den Zeitraum von 15 Monaten wurden im Rahmen einer Pilotstudie unselektiert alle minderjährigen Teilnehmer (Alter bis 17 Jahre) eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen Gruppenprogramms mit psychoedukativen Anteilen zu Beginn und am Ende der Behandlung (prä-post-Studie, n = 18 bei 75 % Haltequote) mit standardisierten Fragebögen (CIUS, SPS-J) befragt. Die Jugendlichen berichteten zum zweiten Messzeitpunkt eine niedrigere Ausprägung problematischer Internetnutzung und deutlich verringerte Nutzungszeiten des Internets sowohl an Wochentagen als auch am Wochenende. Sowohl in den Subtests als auch im SPS-J-Gesamtwert zeigten sich keine signifikante Unterschiede in der psychischen Befindlichkeit zwischen den prä- und post-Werten der Gruppenteilnehmer. Die vorliegende Pilotstudie spricht für positive Effekte eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen Gruppenprogramms mit psychoedukativen Anteilen bei der störungsspezifischen Behandlung von Jugendlichen mit pathologischem Internetgebrauch.