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Die Erfassung von Problemverhalten bei Jugendlichen und ihre psychische Belastung im Selbsturteil
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Vandenhoeck & Ruprecht
Einzelne problematische Verhaltensweisen können im Jugendalter im Rahmen einer weitgehend... mehr
Die Erfassung von Problemverhalten bei Jugendlichen und ihre psychische Belastung im Selbsturteil
Einzelne problematische Verhaltensweisen können im Jugendalter im Rahmen einer weitgehend normalen Entwicklung auftreten. Aber sie können, einzeln oder akkumuliert, auch ein Hinweis auf eine bereits bestehende oder sich entwickelnde psychische Erkrankung sein. In dieser Studie sollte überprüft werden, wie häufig diese Problemverhaltensweisen auftreten und in welchem Zusammenhang sie mit der selbstbeurteilten psychischen Belastung der Jugendlichen stehen. Im Rahmen einer epidemiologischen Fragebogenuntersuchung im Raum Lugano (Kanton Tessin) wurden 233 Schüler (M = 14,5 Jahre, SD = .58, 58 % weiblich) untersucht. Neben der Erfassung der Prävalenz von problematischem Verhalten (Selbstverletzung (5.6 %), Computer- (6.9 %), Fernseh- (7.4 %), Tabak- (21.5 %), Alkohol- (5.6 %) und Cannabiskonsum (13.3 %), Delinquenz (Körperverletzung ohne Waffen, 14.2 %) und Schulschwänzen (5.2 %)), wurde auch die psychische Belastung der Schüler mithilfe des SDQ im Selbsturteil erfasst. Bezüglich der Häufigkeit des Problemverhaltens von Jugendlichen zeigten sich im Tessin vergleichbare Prävalenzraten wie in anderen nationalen und internationalen Studien. Jugendliche, die selbst eine psychische Belastung angeben, wiesen dabei eine höhere Wahrscheinlichkeit auf, sich selbst zu verletzen (p = 0.034, OR = 6.19), regelmäßig zu rauchen (p = 0.04, OR = 3.1), Cannabis zu konsumieren (p = 0.01, OR = 3.27) und Sachen absichtlich zu beschädigen (p = 0.01, OR = 3.27). Die Resultate zeigen wie wichtig es ist, beginnende psychische Probleme frühzeitig zu erkennen und präventive Maßnahmen einzuführen.
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