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Proaktive Sexualpädagogik in stationären Jugendhilfeeinrichtungen im Spannungsfeld zwischen Sozialisationshilfe und Schutzauftrag
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Proaktive Sexualpädagogik in stationären Jugendhilfeeinrichtungen im Spannungsfeld zwischen Sozialisationshilfe und Schutzauftrag

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Vandenhoeck & Ruprecht
Proaktive Sexualpädagogik ist eine der unverzichtbarenSäulen der Prävention sexualisierter Gewalt... mehr
Proaktive Sexualpädagogik in stationären Jugendhilfeeinrichtungen im Spannungsfeld zwischen Sozialisationshilfe und Schutzauftrag
Proaktive Sexualpädagogik ist eine der unverzichtbarenSäulen der Prävention sexualisierter Gewalt in der stationären und teilstationären Jugendhilfe. Es zeigt sich aber, dass der Erwartung und Hoffnung, es werde als Konsequenz der Aufdeckung massenhafter sexualisierter Ausbeutungvon Schutzbefohlenen in Heimen und Internatennun zu einem Durchbruch einer proaktiven Sexualpädagogikkommen, die das Recht der Kinder und Jugendlichen auf sexuelle Bildung und alters und entwicklungsgemäße individuelle Förderungvor allem in den Institutionen realisiert, nicht zwingend entsprochen wird. Es kann durchaus ein Katalysatoreffekt zugunsten proaktiver Sexualpädagogik beobachtet werden, der durch den aktuellen Missbrauchsdiskurs in der Jugendhilfe ausgelöst wurde. Aber es werden auch neue Widerstände sichtbar, und alte Vorbehalte erhalten neue Nahrung. Die mit dem § 180 StGB Abs. 1 begründeten Sorgen der Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter der stationären und teilstationären Jugendhilfeeinrichtungen im Hinblick auf Grenzen ihres sexualpädagogischen Handelns korrespondieren mit vielen anderen Aspekten, die in diesem Beitrag behandelt werden und einer konzeptuell unterlegten Sexualpädagogik entgegenstehen.Den Darstellungen, Aussagen und Schussfolgerungen des Autors liegen vornehmlich die Erfahrungenvon drei Jahren in der Fortbildungsarbeit im Rahmen der „Bundesweiten Fortbildungsoffensive 2010–2014 zur Stärkung der Handlungsfähigkeit (Prävention und Intervention) von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder- und Jugendhilfe zur Verhinderung sexueller Gewalt“ zugrunde. Der Beitrag behandelt das Spannungsfeld von Prävention sexualisierter Gewalt undSexualpädagogik als Sexualerziehung in Kinder und Jugendheimen und bettet dies in die komplexen Anforderungen für verbesserten Kinderschutz in den Institutionen der stationärenund teilstationären Jugendhilfe ein. Er ersetzt nicht eine umfassende Untersuchung der geschilderten Phänomene und die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen für eine positive, bejahende, die lustvolle Seite betonende und damit für Kinderattraktive Sexualpädagogik.