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Langzeitstabilität nach stationärer Verhaltenstherapie bei Jugendlichen mit ängstlich-depressivem Schulabsentismus
Zeitschriftenartikel

Langzeitstabilität nach stationärer Verhaltenstherapie bei Jugendlichen mit ängstlich-depressivem Schulabsentismus

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Vandenhoeck & Ruprecht
90 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren mit chronischem, ängstlich-depressiven... mehr
Langzeitstabilität nach stationärer Verhaltenstherapie bei Jugendlichen mit ängstlich-depressivem Schulabsentismus
90 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren mit chronischem, ängstlich-depressiven Schulabsentismus mit oder ohne expansiven Störungen wurden stationär behandelt. Die Behandlung mit kognitiv-behavioraler Ausrichtung erfolgte manualgeleitet. Bei sehr langer Schulabwesenheit wurde zunächst eine Beschulung auf der Klinikschule vorgenommen. Die vorliegenden Analysen untersuchen die 2- und 9-Monatsstabilität der Therapie. Bei Entlassung besuchten 83 (92,2 %) Jugendliche regelmäßig eine Schule, zwei Monate später waren es 75 (83,3 %) und nach weiteren 7 Monaten 63 (70,0 %) Jugendliche. Jugendliche mit erneutem unregelmäßigem Schulabsentismus zeigten mehrheitlich geringe Fehlzeiten. Der Anteil der Schüler, die im Katamnesezeitraum noch einen sonderpädagogischen Rahmen benötigten (mehrheitlich Klinikschule), sank von 40 (44,4 %) Patienten bei stationärer Entlassung auf 24 (26,7 %) 9 Monate später. Begleitende psychische Auffälligkeiten, die mittels standardisierter Fragebögen im Selbst- und Elternurteil erhoben wurden, zeigten statistisch bedeutsame, kleine bis mittlere Verschlechterungen im Verlauf der Katamnese, hauptsächlich im Elternurteil. Im Katamnesezeitraum befanden sich etwa 2/3 der Patienten in wöchentlicher ambulanter Verhaltenstherapie. Aufgrund der mangelnden Kontrollbedingung und der unzureichenden Erfassung begleitender Maßnahmen während der stationären Therapie sollten die Ergebnisse mit Zurückhaltung interpretiert werden.
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