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Resilienz als sozialer Prozess
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Vandenhoeck & Ruprecht
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Resilienz als sozialer Prozess
Ziel des vorliegenden Beitrags ist, die Gefahren und Chancen des Resilienzbegriffs aufzuzeigen. Zudem sollen wirksame Formen der Resilienzförderung in der Krisenintervention nach traumatischen Ereignissen anhand eines Fallbeispiels diskutiert werden. Problematisch am Resilienzbegriff ist die Definition der Resilienz als rein individuelles, angeborenes Bündel an Fähigkeiten und Eigenschaften, das manche Menschen psychisch widerstandsfähiger macht als andere. Demgegenüber favorisieren wir einen kollektiven Resilienzbegriff, der Resilienz als die Fähigkeit von Gruppen und Gemeinschaften ansieht, nach widrigen Ereignissen Ressourcen wieder nutzbar zu machen, um zur Normalität zurückzukehren und zu wachsen. Der Normalitätsbegriff wird in unserem Beitrag insofern kritisch betrachtet, als die Betroffenen nach widrigen Ereignissen nicht zur altgewohnten Normalität zurückkehren können. Sie können und müssen vielmehr eine neue Form der Normalität finden, definiert als Fähigkeit und Möglichkeit, trotz des Verlusts zur Alltagsbewältigung und zum psychischen und physischen Wohlbefinden zurückzufinden und eventuell sogar daran zu wachsen. Anhand von Beispielen werden die fünf issenschaftlich belegten Wirkfaktoren der Resilienzförderung erörtert, nämlich Sicherheit, Verbundenheit, Selbst und kollektive Wirksamkeit, Stressreduktion und Hoffnung, sowie ihre Anwendbarkeit bei akuten Interventionen mit Familien und Gruppen nach traumatischen Ereignissen dargestellt.