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Schicksale jugendlicher Omnipotenz – Autonomie – Kulturerneuerung
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Schicksale jugendlicher Omnipotenz – Autonomie – Kulturerneuerung

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Vandenhoeck & Ruprecht
Sigmund Freud sah in der Zweizeitigkeit der sexuellen Entwicklung die Bedingung der Möglichkeit,... mehr
Schicksale jugendlicher Omnipotenz – Autonomie – Kulturerneuerung
Sigmund Freud sah in der Zweizeitigkeit der sexuellen Entwicklung die Bedingung der Möglichkeit, dass der Mensch auch ohne genetische Veränderungen neue Kultur- und Anpassungsformen schaffen könne. Kurt Eissler beschrieb die Pubertät als »zweite Chance«, um die kindlichen psychischen Strukturen und Verhaltensmuster zu revidieren. Die adoleszente Auseinandersetzung mit drängenden körperlichen und geistigen Fragen wird zum Modell dafür, wie die Jugendlichen sich später in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen verhalten werden. Das Resultat einer gelungenen Adoleszenz ist persönliche Kohärenz und Autonomie. Das Emanzipationsprojekt Adoleszenz ist allerdings vielfach gefährdet. Die Familie und gesellschaftliche Institutionen kühlen die Adoleszenzdynamik. Initiationist die Antwort der Alten auf die Provokationen der Jugend. Sie blockieren damit nicht nur die individuelle Entwicklung Jugendlicher, sie vergeben die Chance auf gesellschaftlichen Wandel. Im Artikel geht es um Bedingungen geglückter Adoleszenz, um Zeitgeist und um Effekte eingefrorener oder zerbrochener Adoleszenz. Der zweite Teil problematisiert die unterschiedlichen Spielräume der »zweiten Chance« für die beiden Geschlechter und deren Effekte auf Kohärenzgefühl und Autonomie.