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Kognitive, sprachliche, motorische und sozial-emotionale Defizite bei verhaltensauffälligen Schulanfängern
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Kognitive, sprachliche, motorische und sozial-emotionale Defizite bei verhaltensauffälligen Schulanfängern

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Vandenhoeck & Ruprecht
Da Verhaltensstörungen bei Schulanfängern zu den häufigsten psychischen Störungen zählen, wurde... mehr
Kognitive, sprachliche, motorische und sozial-emotionale Defizite bei verhaltensauffälligen Schulanfängern
Da Verhaltensstörungen bei Schulanfängern zu den häufigsten psychischen Störungen zählen, wurde die schulärztliche Eingangsuntersuchung (SEU) in Bremen um ein Verhaltensscreening erweitert. Kindern mit auffälligem Screeningbefund wurde anschließend eine psychodiagnostische Untersuchung angeboten. Im Folgenden werden Ergebnisse dieser Abklärungsdiagnostik präsentiert und Kinder mit Verhaltens- und emotionalen Störungen in ihrem Entwicklungsprofil mit einer gesunden Kontrollgruppe verglichen. Nach der SEU 2011 in Bremen wurden 67 Schulanfänger zur Abklärung des Verdachts auf eine Verhaltensstörung differenziert nachuntersucht. Anschließend wurden 56 Kinder mit Verhaltens- oder emotionalen Auffälligkeiten bezüglich ihres kognitiven, sprachlichen, motorischen und sozial-emotionalen Entwicklungsstands einer verhaltensunauffälligen Kontrollgruppe (N = 52) gegenübergestellt. Von den 67 untersuchten Schulanfängern mit Verdacht auf das Vorliegen einer Verhaltensstörung erfüllten 31 die Kriterien einer psychischen Störung nach ICD-10, 27 zeigten psychische Auffälligkeiten im subklinischen Bereich. Im Vergleich mit einer verhaltensunauffälligen Kontrollgruppe zeigten Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten oder emotionalen Schwierigkeiten signifikant geringere Werte in der kognitiven, sprachlichen, motorischen und emotionalen Entwicklung. Die Ergebnisse betonen die Notwendigkeit eines flächendeckenden Screenings nach Verhaltensstörungen vor der Einschulung. Kinder mit klinischen und subklinischen Auffälligkeiten zeigen erhebliche Entwicklungsdefizite, weshalb bereits bei Verdacht auf das Vorliegen einer Verhaltensstörung eine umfassende Entwicklungsdiagnostik durchgeführt werden muss, um Förderbedarf rechtzeitig aufzudecken und Interventionen gezielt planen zu können.