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Sexualisierte Gewalt am erkrankten Kind
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Vandenhoeck & Ruprecht
Nicht immer und auch nicht primär geht es bei sexualisierter Gewalt an Säuglingen, Kindern und... mehr
Sexualisierte Gewalt am erkrankten Kind
Nicht immer und auch nicht primär geht es bei sexualisierter Gewalt an Säuglingen, Kindern und Jugendlichen um genitale Penetration aller Körperöffnungen. Häufig suchen Täterinnen und Täter auch die Erniedrigung der Opfer. Die Demonstration von Macht und Stärke am Körper des Opfers braucht nicht immer die anogenitale Vergewaltigung. Allein die berührende, streichelnde, schlagende, untersuchende oder anblickende Übergriffigkeit substantiiert ein Machtgefälle, bei dem körperliche Grenzen alles andere als geschützt werden. Verschleiert durch die Ambivalenz medizinischen Handelns bietet das Einführen von Zäpfchen, Fieberthermometern, Einläufen etc. in den anogenitalen Raum die Möglichkeit zur Manipulation von Körperöffnungen, ohne dass die Penetration als solche leicht erkannt wird. Eine katholische Schule hat in den letzten Monaten Schlagzeilen gemacht, weil hier zwei Priester mehrfach Schülern Zäpfchen eingeführt haben sollen. In einem anderen Fall fiel ein Mediziner auf, der ungewöhnlich häufig Zäpfchen bei Kindern eigenhändig einführte. Grund genug, nach dem möglichen Zusammenhang von medizinischer Intervention an den Körperöffnungen von Kindern und Jugendlichen und der Möglichkeit des sexuellen Missbrauchs zu fragen.