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Behandlung psychischer und psychosomatischer Beschwerden – Inanspruchnahme, Erwartungen und Kenntnisse der Allgemeinbevölkerung in Deutschland
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Behandlung psychischer und psychosomatischer Beschwerden – Inanspruchnahme, Erwartungen und Kenntnisse der Allgemeinbevölkerung in Deutschland

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Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: Der Gesundheitssektor bietet ein differenziertes Versorgungsangebot mit... mehr
Behandlung psychischer und psychosomatischer Beschwerden – Inanspruchnahme, Erwartungen und Kenntnisse der Allgemeinbevölkerung in Deutschland
Fragestellung: Der Gesundheitssektor bietet ein differenziertes Versorgungsangebot mit unterschiedlichen Behandlungsschwerpunkten bei psychischen oder psychosomatischen Beschwerden an. Dazu werden in der vorliegenden Studie die Behandlungspräferenzen und -kenntnisse der Allgemeinbevölkerung in Deutschland erhoben.Methode: Im Rahmen einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe wurden im Jahr 2011 insgesamt n = 2555 Personen im Alter von 14 bis 97 Jahren befragt.Mittels eines strukturierten Interviews wurden die retrospektive, aktuelle und prospektive Inanspruchnahme ambulanter psychotherapeutischer Versorgung, Behandlungspräferenzen und -kenntnisse untersucht.Ergebnisse: In ambulanter psychotherapeutischer Behandlung befanden sich in der Vergangenheit oder aktuell 7.1% der Befragten, in stationärer psychosomatischer oder psychiatrischer Behandlung 3.2 %. Ärztliche Psychotherapeuten wurden von 12.5%der Befragten, Psychologische Psychotherapeuten von 8.8% konsultiert. Zukünftige Behandlungserwartungen richteten sich etwas häufiger an Ärztliche als an Psychologische Psychotherapeuten. Der Hausarzt nimmt in der Primärversorgung psychischer und psychosomatischer Beschwerden weiterhin eine Schlüsselrolle ein. Behandlungserwartungen zeigten sich unabhängig vom Beschwerdebild. Frauen nahmen die ambulanten Versorgungsangebote fast doppelt so häufig in Anspruch wie Männer (9.1% vs. 4.8 %).Diskussion: Das ambulante Versorgungsangebot für Patienten mit psychischen oder psychosomatischen Beschwerden wird von einem großen Bevölkerungsanteil angenommen, die Mehrheit der Befragten wünscht sich im Falle psychischer oder psychosomatischer Beschwerden häufiger einen ärztlichen Behandler. Auf welche Faktoren diese Präferenz zurückzuführen ist, bleibt in weiteren Studien zu klären.
Autoreninfos
    • Gereon Heuft
    • Dr. med. Dr. theol. Gereon Heuft, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sowie Lehr- und Kontrollanalytiker der DGPT, ist Universitätsprofessor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster und Leiter der gleichnamigen Klinik am Universitätsklinikum Münster. Er ist Ärztlicher Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie (WBP) der...
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    • Elmar Brähler
    • Prof. Dr. rer. biol. hum. Elmar Brähler leitet die Selbständige Abteilung für Medizinische Psychologie und Soziologie am Universitätsklinikum Leipzig und ist Medizinisch-Wissenschaftlicher Leiter des Departments für Psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Leipzig.
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    • Johannes Kruse
    • Prof. Dr. Johannes Kruse lehrt an den Universitäten Gießen und Marburg und ist Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg.
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