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Das Fibromyalgiesyndrom als psychosomatische Erkrankung – Empfehlungen aktueller evidenzbasierter Leitlinien zu Diagnostik und Therapie
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Das Fibromyalgiesyndrom als psychosomatische Erkrankung – Empfehlungen aktueller evidenzbasierter Leitlinien zu Diagnostik und Therapie

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Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: Die Klassifikation und Therapie von Patienten mit chronischen Schmerzen in... mehr
Das Fibromyalgiesyndrom als psychosomatische Erkrankung – Empfehlungen aktueller evidenzbasierter Leitlinien zu Diagnostik und Therapie
Fragestellung: Die Klassifikation und Therapie von Patienten mit chronischen Schmerzen in mehreren Körperregionen ohne hinreichend erklärenden somatischen Krankheitsfaktor ist umstritten. Das diagnostische Etikett „Fibromyalgiesyndrom“ (FMS) wird von einigen Vertretern psychosozialer Fächer und der Allgemeinmedizin abgelehnt.Methode: Zusammenfassung der wichtigsten Empfehlungen der aktuellen S3-Leitlinien zum FMS und zu nicht-spezifischen/funktionellen/somatoformen Körperbeschwerden.Ergebnisse: Das FMS ist eine funktionelle Störung, bei der psychosoziale Faktoren in Entstehung und Verlauf bei derMehrheit der Patienten eine wesentliche Rolle spielen. Die Diagnose eines FMS kann anhand des typischen Beschwerdebildes und durch Ausschluss somatischer Differenzialdiagnosen ohne Tender Point Untersuchung anhand der 2010 modifizierten diagnostischen Kriterien des American College of Rheumatology gestellt werden. Aus psychosomatischer Sicht sollte eine Einordnung nach Schweregrad vorgenommen werden, auf einem Spektrum vom leichter verlaufenden singulären funktionellen Syndrom hin zu schwereren Verläufen, die die Kriterien mehrerer funktioneller somatischer Syndrome, einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung oder einer Somatisierungsstörung im engeren Sinne erfüllen. Die Diagnose „FMS“ im Sinne einer funktionellen beziehungsweise stressassoziierten Störung soll dem Patienten mitgeteilt werden. Die Therapie soll einem schweregradgestuften und kooperativen Versorgungsmodell folgen. Für die Langzeittherapie des FMS werden nicht-medikamentöse Selbstmanagementstrategien wie regelmäßige körperliche Bewegung empfohlen. Bei schweren Verlaufsformen soll eine fachpsychotherapeutische Behandlung komorbider seelischer Störungen erfolgen.Schlussfolgerungen: Die aufeinander abgestimmten Empfehlungen beider Leitlinien vereinigen die Perspektiven von Allgemeinmedizin, somatischen Disziplinen und psychosozialen Fächern und können eine gestufte, kooperative Versorgung von Patienten mit der Diagnose FMS fördern.