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Das unbekannteWesen „Einsatzleiter“ – Eine explorative qualitative Studie zur Erfassung unbewusster Ängste, Wünsche und Abwehrmechanismen
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Das unbekannteWesen „Einsatzleiter“ – Eine explorative qualitative Studie zur Erfassung unbewusster Ängste, Wünsche und Abwehrmechanismen

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Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: Die bisherige Forschung zu Belastungen von Einsatzkräften hat die diversen... mehr
Das unbekannteWesen „Einsatzleiter“ – Eine explorative qualitative Studie zur Erfassung unbewusster Ängste, Wünsche und Abwehrmechanismen
Fragestellung: Die bisherige Forschung zu Belastungen von Einsatzkräften hat die diversen Funktionsträger im Team nicht unterschieden. Nun wird erkannt, dass die Funktion der Einsatzleitung eigens beobachtet und untersucht werden muss. In der vorliegenden Forschungsarbeit gilt das Interesse unbewussten Wünschen, Ängsten und Abwehrmechanismen, damit Belastungen von Führungskräften besser verstanden werden. Methode: Vier sehr erfahrene Einsatzleiter (durchschnittlich zwölf Jahre Erfahrung als Einsatzleiter) wurden mittels Interview zu belastenden Einsätzen befragt, die nach der „Klinischen Erzählanalyse JAKOB“ (Boothe et al. 2002) kodiert und ausgewertet wurden.Ergebnisse: Als unbewusste Wünsche wurden „Verbundenheit“, „phallische Integrität“ und „Generativität“, als unbewussten Ängste, „Vernichtung“, „Potenzverlust“ und „soziale Ablehnung“ sowie als Abwehrmechanismen „Rationalisierung“, „Verdrängung“ und „Idealisierung“ erhoben.Diskussion: Die Auswertung der Interviews durch drei Raterinnen und Rater zeigte eine hohe Interraterreliabilität (0.74 bis 0.79). Die größte Bedrohung für Einsatzleiter ist der drohende Verlust von Sicherheit. Die Konfrontation mit Belastungen des eigenen Teams führt zu Problemen, sodass gängige Stressmanagementmethoden – wie empirisch belegt – ungeeignet sind.
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