Der Artikel wurde erfolgreich hinzugefügt.
„Wer ist der Boss?“ – Zum Zusammenhang zwischen der sozialen Dynamik im Klassenzimmer und Einstellungen zum Lernen in der Adoleszenz
Zeitschriftenartikel

„Wer ist der Boss?“ – Zum Zusammenhang zwischen der sozialen Dynamik im Klassenzimmer und Einstellungen zum Lernen in der Adoleszenz

7,00 € *  (D)

inkl. MwSt., versandkostenfrei innerhalb D/A/CH

Sofort als Download lieferbar

Ausgabeformat:

Sprache:
Vandenhoeck & Ruprecht
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass antisoziales Verhalten negativ und prosoziales... mehr
„Wer ist der Boss?“ – Zum Zusammenhang zwischen der sozialen Dynamik im Klassenzimmer und Einstellungen zum Lernen in der Adoleszenz
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass antisoziales Verhalten negativ und prosoziales Verhalten positiv mit Lernen assoziiert sind, aber Evidenz darüber, wie Lernen mit der soziale Dynamik im Klassenzimmer verknüpft ist, fehlt. Ziel war es deshalb, Unterschiede in der Lerneinstellung zwischen Klassen zu identifizieren und diese auf Basis von sozialem Verhalten zu erklären. 1.159 Gymnasiasten (7.-9. Jahrgangsstufe) aus 43 Klassen in vier Schulen wurden zu ihren Lerneinstellungen (TPB, Ajzen, 1991) befragt und nominierten zudem ihre Mitschüler hinsichtlich ihres Verhalten in Mobbingsituationen, Ressourcenkontrollstrategien und sozialem Status. Auf der Basis hierarchisch linearer Modellierung wurde überprüft, ob und wieweit die soziale Führungsrolle Einzelner die Lerneinstellung beeinflusst. Signifikante Unterschiede in der mittleren Lerneinstellung der Klassen können durch die Lerneinstellung eindeutig identifizierbarer Schüler erklärt werden: 9 % der Individualvarianz in der Lerneinstellung zwischen Schülern wird durch die Zugehörigkeit zu ihrer Klasse erklärt und 77 % dieser Varianz können durch den Schüler, dem von den Peers der massive Einsatz coersiver und prosozialer Strategien sowie hoher sozialer Einfluss bestätigt wird, erklärt werden. Neben den pädagogischen Implikationen sollte das Augenmerk auf die psychologische Relevanz solch machtvoller Schüler für das soziale Gefüge und die Entwicklungschancen jedes Einzelnen in Schulklassen gelegt werden.