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Das Traumanarrativ in der Kinderpsychotherapie
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Vandenhoeck & Ruprecht
Narrative spielen in der traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie mit Kindern und... mehr
Das Traumanarrativ in der Kinderpsychotherapie
Narrative spielen in der traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen eine zentrale Rolle. Das Erinnern traumatischer Lebenserfahrungen und die Förderung ihrer emotionalen und kognitiven Bewältigung sind nach den Erkenntnissen vergleichender Therapiestudien mit Kindern und Jugendlichen wesentliche therapeutische Wirkfaktoren. In diesem Beitrag wird das Rational für die traumatherapeutische Nutzung von Narrativen in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie erläutert und in einem Fallbeispiel illustriert. Dabei wird demonstriert, dass bei einer dem Entwicklungsstand angepassten Vorgehensweise bereits ab dem Vorschulalter mit Traumanarrativen therapeutisch gearbeitet werden kann. Verhaltenstherapeutisch steht analog zu anderen Angstbehandlungen die Habituation an die untrennbar mit der Biographie verknüpften traumatischen Erinnerungen und an damit assoziierte Schlüsselreize im Vordergrund, indem des störungsspezifische Vermeidungsverhalten überwunden und eine schrittweise Desensibilisierung erreicht wird. Weiterhin hat das Traumanarrativ die Funktion, ein dem Entwicklungsstand des Kindes angemessenes Verständnis des Ereignisses und seiner Folgen aufzubauen und dysfunktionale traumabezogene Gedanken zu korrigieren. Die Einbeziehung einer unterstützenden, nicht misshandelnden Bezugsperson verbessert den Transfer der Therapieeffekte in den Alltag und kann darüber hinaus zur eigenen psychischen Entlastung der oft ebenfalls traumatisierten Erwachsenen beitragen. Die Implementierung traumafokussierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapien in die Versorgungspraxis anstelle der bisher verbreiteten unspezifischen, oft ausschließlich supportiv oder stabilisierend angelegten Interventionen steht aus.