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Last und Kraft beschädigter Eltern – Wie Flüchtlingskinder im Exil gesund wachsen können
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Last und Kraft beschädigter Eltern – Wie Flüchtlingskinder im Exil gesund wachsen können

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Vandenhoeck & Ruprecht
Bei Traumata besteht ein dialektisches Spannungsverhältnis zwischen Innenperspektive (der des... mehr
Last und Kraft beschädigter Eltern – Wie Flüchtlingskinder im Exil gesund wachsen können
Bei Traumata besteht ein dialektisches Spannungsverhältnis zwischen Innenperspektive (der des leidenden Subjektes) und Außenperspektive (objektive Situation), zwischen belastenden Umweltbedingungen und subjektiven Bedeutungszuschreibungen sowie zwischen Erleben und Verhalten. Aus diesem Zusammenspiel heraus ist der traumatische Prozess zu verstehen, in dem versucht wird, die überwältigende, oft unverständliche Erfahrung zu begreifen und in das Selbst- und Weltverständnis zu integrieren. Die Phasen „gehen auseinander hervor, laufen parallel und durchdringen einander“ (Fischer u. Riedesser, 2003). Durch das Trauma aufgeworfene Probleme sind meist nicht durch die betroffene Person allein zu bewältigen. Verarbeitungs- und Selbstheilungsversuche haben eine soziale Dimension, und von Krieg, von Verfolgung und Flucht sind Individuen, auch innerhalb einer Familie, unterschiedlich betroffen. Auswirkungen von Gewalt, die Eltern erlebt haben, werden anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Krisenregionen untersucht und die psychische Entwicklungen der nicht direkt betroffenen, im Exil aufgewachsenen Kinder.