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Zur Bedeutung von Geschlechterinszenierungen in Bildungsprozessen. Eine Analyse am Beispiel einer binationalen Weiterbildungsmaßnahme
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Zur Bedeutung von Geschlechterinszenierungen in Bildungsprozessen. Eine Analyse am Beispiel einer binationalen Weiterbildungsmaßnahme

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Vandenhoeck & Ruprecht
Der Beitrag analysiert am Beispiel einer deutsch-ukrainischen Weiterbildungsmaßnahme zur Schulung... mehr
Zur Bedeutung von Geschlechterinszenierungen in Bildungsprozessen. Eine Analyse am Beispiel einer binationalen Weiterbildungsmaßnahme
Der Beitrag analysiert am Beispiel einer deutsch-ukrainischen Weiterbildungsmaßnahme zur Schulung ukrainischer Multiplikator/innen in der HIV/AIDS-Prävention die Bedeutung von Geschlechterinszenierungen in Gruppenprozessen. Grundlegend ist die Annahme, dass „doing gender“ in Gruppeninteraktionen mit den organisatorischen und institutionellen Rahmenbedingungen, in denen die Gruppe stattfindet, verbunden ist. Deshalb wird zunächst auf die gesellschaftspolitische Lage der Ukraine und die Konzeption der gesamten Maßnahme eingegangen, in deren Rahmen der Workshop stattfand, der im Zentrum der nachfolgenden Analyse stehen wird. Anhand von drei ausgewählten Phasen des Workshops wird der Gruppenprozess unter Geschlechterperspektive reflektiert und herausgearbeitet, welche Bedeutung die Inszenierung von Geschlecht im Zusammenwirken der institutionellen Rahmenbedingungen und der Gruppeninteraktionen erhält. Deutlich gemacht werden kann schließlich, dass individuelle und kollektive Statusproblematiken mit Inszenierungen heteronormativer Weiblichkeit und Männlichkeit beantwortet werden, um die Infragestellung individueller und gesellschaftlicher Konzepte von Geschlecht und Sexualität abzuwenden, Gruppenkonflikten zu entgehen und Zusammengehörigkeit herzustellen. Für die Arbeit mit Gruppen – so die Schlussfolgerung –, ist eine geschlechtertheoretischfundierte Analyse von „doing gender“-Prozessen äußerst aufschlussreich.