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Sie haben nicht alle Hoffnung fahren lassen. Das Gruppenengagement jüdischer Frauen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
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Sie haben nicht alle Hoffnung fahren lassen. Das Gruppenengagement jüdischer Frauen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern

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Vandenhoeck & Ruprecht
Einerseits finden die malignen psychischen Folgen verletzter körperlicher und seelischer... mehr
Sie haben nicht alle Hoffnung fahren lassen. Das Gruppenengagement jüdischer Frauen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
Einerseits finden die malignen psychischen Folgen verletzter körperlicher und seelischer Integrität, verursacht durch den nationalsozialistischen Terror, wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Andererseits fordert die individuelle Leistung Überlebender Interesse, der Extrembelastung standzuhalten und ein Leben nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft aufzubauen. Das „Potsdamer Archiv der Erinnerung“ dokumentiert biografische Interviews mit Überlebenden der nationalsozialistischen Lagerhaft. Drei Frauenbiografien kommen in diesem Beitrag zur Sprache. Es geht um die persönliche retrospektive Thematisierung weiblicher Gruppenbildung in der Gefangenschaft. Weibliche Gruppenbildung erscheint in der biografischen Darstellung der drei Interviewpartnerinnen als Ort humaner Beziehung im Kontext von Dehumanisierung. Auf dieser Basis fanden Frauen Mut, Orientierungswissen aufzubauen, Selbstwirksamkeit herzustellen und soziale Intelligenz unter den Bedingungen des Lagerlebens zu entwickeln. Sie fanden Mut zum prosozialen Engagement; sie pflegten eine Kultur personaler wechselseitiger Anerkennung und dauerhafter Verbundenheit.