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Romane als Krankengeschichten – Krankengeschichten als Romane
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Vandenhoeck & Ruprecht
Tilmann Mosers Fallgeschichten werden gesehen als Fortsetzung von Freuds Fallgeschichten, die den... mehr
Romane als Krankengeschichten – Krankengeschichten als Romane
Tilmann Mosers Fallgeschichten werden gesehen als Fortsetzung von Freuds Fallgeschichten, die den Charakter von »Novellen« hatten, in Romanform. Am Ursprung steht Freuds Deutung von Wilhelm Jensens Roman »Gradiva« (1903) als vollgültige Krankengeschichte. Moser diskutiert das Problem ausführlicher Krankengeschichten ebenso in Hinsicht ihrer Bedeutung für die dargestellten Patienten wie auf ihre Wirkung auf die späteren Leser. Die Texte wurden den Patienten zum Teil partienweise übergeben und bildeten einen Teil des Arbeitsbündnisses. Trotz begeisterter Zustimmung einer Patientin zur Veröffentlichung kam es nachträglich zu einer Anzeige wegen »narzisstischem Missbrauch «. Zur Herangehensweise an die psychoanalytische Deutung von Romanen betont der Autor die Bedeutung von Takt und Einfühlung gegenüber den Texten, die wie Patientenberichte in »anderer Form« angesehen werden.