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Antizipierende Trauer bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einem an Krebs erkrankten Elternteil
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Antizipierende Trauer bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einem an Krebs erkrankten Elternteil

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Vandenhoeck & Ruprecht
Wie der antizipierende Trauerprozess bei Jugendlichen aussieht und inwiefern er sich, wenn... mehr
Antizipierende Trauer bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einem an Krebs erkrankten Elternteil
Wie der antizipierende Trauerprozess bei Jugendlichen aussieht und inwiefern er sich, wenn überhaupt, von dem Erwachsener unterscheidet, kann nach dem aktuellen Stand der Forschung nicht eindeutig beantwortet werden. Diese Lücke möchte die vorliegende Studie schließen, indem sie sowohl eine quantitative als auch qualitative Deskription antizipierender Trauerprozesse liefert. Dazu wurde bei 74 Jugendlichen und jungen Erwachsenen (11-21 Jahre) mit krebskrankem Elternteil der adaptierte „Trauerfragebogen“ (Weiser u. Ochsmann, 2002) eingesetzt, eine Substichprobe von n = 38 nahm ergänzend an einem qualitativen Leitfadeninterview teil. Anhand der qualitativen Interviews konnten 16 Kategorien gebildet werden, die zwei übergeordneten Bereichen zugeordnet wurden. Im Bereich der „Verlustorientierung“ bildeten, neben Kommunikation und Priorisierung der Familie, unterschiedliche Trauersymptome die zentrale Kategorie, in welcher Verlustängste, Mitleid und Sorgen entscheidende Bedeutung einnahmen. Jedoch waren auch Kategorien des übergeordneten Bereichs „Aufrechterhaltung“ stark vertreten. Den Jugendlichen scheint es demnach insgesamt recht gut zu gelingen, ihre neue Rolle in der belastenden familiären Situation anzunehmen und sie verfügen hierfür über eine Reihe von Bewältigungsmechanismen. Dies spiegelte sich auch in den quantitativen Daten wider, wo die Subskala „Innere Stärke“ die höchste Ausprägung erreichte. In der Beratung von Jugendlichen mit krebskrankem Elternteil sollten sowohl verlustorientierte als auch aufrechterhaltende Prozesse gleichermaßen anerkannt und gefördert werden.