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Reaktive Veränderungen in Befinden und Verhalten von Kindern bei elterlicher Krebserkrankung – Ergebnisse einer epidemiologischen Patientenbefragung
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Reaktive Veränderungen in Befinden und Verhalten von Kindern bei elterlicher Krebserkrankung – Ergebnisse einer epidemiologischen Patientenbefragung

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Vandenhoeck & Ruprecht
Kinder krebskranker Eltern haben ein erhöhtes Risiko, psychische Symptome zu entwickeln. Die... mehr
Reaktive Veränderungen in Befinden und Verhalten von Kindern bei elterlicher Krebserkrankung – Ergebnisse einer epidemiologischen Patientenbefragung
Kinder krebskranker Eltern haben ein erhöhtes Risiko, psychische Symptome zu entwickeln. Die elterliche Einschätzung der kindlichen Befindlichkeit ist eine Schlüsselvariable für die Inanspruchnahme kindzentrierter psychosozialer Unterstützungsangebote. Ziel der Studie war, die elterlichen Einschätzungen zu Veränderungen in Befinden und Verhalten ihrer Kinder nach Krebserkrankung des Elternteils systematisch zu untersuchen. Es wurde eine epidemiologische Patientenbefragung durchgeführt, die untersuchte Stichprobe besteht aus N = 1.809 Patientinnen und Patienten unterschiedlicher Tumordiagnosen, die Angaben zu N = 2.581 bei Diagnosestellung maximal 21jährigen Kindern gemacht haben. Analysiert wurden quantitative Angaben zur Belastung der Kinder während der Erkrankung und zu Veränderungen in Befinden und Verhalten, sowie qualitative Angaben zur Art der Veränderung. Etwa die Hälfte aller Kinder wird als während der Erkrankung seelisch stark oder sehr stark belastet eingeschätzt und für etwa ein Viertel aller Kinder werden negative Befindens- oder Verhaltensänderungen berichtet. Positive Veränderungen werden für 20 % aller Kinder berichtet. Negative Veränderungen werden bei Kleinkindern (bis fünf Jahre) am häufigsten beschrieben, positive Veränderungen werden am häufigsten für junge Erwachsene (18-21 Jahre) beschrieben. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass ein großer Teil der Kinder krebskranker Eltern aus Sicht des erkrankten Elternteils substanziell belastet ist. Vor diesem Hintergrund erscheint ein Ausbau präventiver psychosozialer Unterstützungsangebote sinnvoll und notwendig.