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Empathie und Spiegelneurone. Ein Blick auf die gegenwärtige neuropsychologische Empathieforschung
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Empathie und Spiegelneurone. Ein Blick auf die gegenwärtige neuropsychologische Empathieforschung

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Vandenhoeck & Ruprecht
Spiegelneurone sind Neurone, die bei der aktiven Durchführung einer spezifischen Handlung und bei... mehr
Empathie und Spiegelneurone. Ein Blick auf die gegenwärtige neuropsychologische Empathieforschung
Spiegelneurone sind Neurone, die bei der aktiven Durchführung einer spezifischen Handlung und bei der bloßen Wahrnehmung dieser Handlung gleichermaßen feuern. Seit ihrer Entdeckung1991 wurde dieses Phänomen vor allem im Bereich der Motorik und Sensomotorik sowie in Anfängen in den Bereichen des Sprachgebrauchs und der Emotionen untersucht. Der Arbeitskreisum Giacomo Rizzolatti geht davon aus, dass Spiegelneurone „die biologische Basis des Mitgefühls“ und damit des affektiven empathischen Erlebens darstellen. Die Spiegelneuronenforschungbefindet sich in ihrem Anfangsstadium und es bedarf weiterer Untersuchungen. Im Bereich empathischen Erlebens wird der Insula eine zentrale Rolle für das Erkennen von Ekel zugeschrieben. Die Entdeckung der Spiegelneurone trägt zu einem Verständnis von Empathie bei, das nicht auf Ein-Fühlen sondern auf Mit-Fühlen basiert; auf Grundlage unmittelbarer Teilhabe kommt es zum Verständnis der Gefühlslage des Anderen. Phänomenal bleibt im Unterschied zur Affektansteckung dabei der resonanzhaft empfundene Affekt anschaulich dem anderen zugehörig. Klinische Relevanz besitzt die Spiegelneuronenforschung bisher im Bereich autistischer Störungen und in der Behandlung von Schlaganfällen. Die eigene Empathiefähigkeit sowie ihre Förderung bei Anderen sind in der klinischen Praxis von zentraler Bedeutung, insbesondere bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen.