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Kindliches Temperament und mütterliche Affektivität
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Vandenhoeck & Ruprecht
In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob sich das frühkindliche Temperament von Kindern... mehr
Kindliches Temperament und mütterliche Affektivität
In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob sich das frühkindliche Temperament von Kindern postpartal depressiver Mütter und nicht depressiver Mütter unterscheidet. Das frühkindliche Temperament wurde in zwei verschiedenen Dimensionen erfasst: Es wurde hierzu zum einen die Cortisolkonzentration im Speichel der Kinder bestimmt. Die Speichelproben wurden an drei aufeinanderfolgenden Tagen, um eine Baseline zu erhalten, sowie vor und nach einer Mutter-Kind-Interaktion, welche durch eine Still-Face-Phase unterbrochen wurde, gewonnen. Zum anderen wurde das frühkindliche Temperament mittels des „Infant Behavior Questionnaire“ (IBQ) erhoben. Es zeigten sich nach der Mutter-Kind-Interaktion bei den Kindern der depressiven Mütter signifikant geringere Speichelcortisolkonzentrationen. Im IBQ ergaben sich bei den Kindern der depressiven Mütter signifikant höhere Werte auf den Skalen „Unbehagen bei Einschränkung“ und „motorische Aktivität“. Die signifikant geringere Speichelcortisolkonzentration der Kinder der depressiven Mütter nach der Mutter-Kind-Interaktion könnte Ausdruck dafür sein, dass diese Kinder die mangelnde Responsivität ihrer Mütter während der Still-Face-Phase bereits gewohnt sind. Insgesamt ist aufgrund der Ergebnisse anzunehmen, dass die postpartale Depression sich negativ auf die Entwicklung der Kinder auswirkt und frühzeitige Interventionen sinnvoll wären, um dem Auftreten kindlicher pathologischer Verhaltenscharakteristika und schwieriger Mutter-Kind-Beziehungen vorzubeugen.
Autoreninfos
    • Franz Resch
    • Prof. Dr. Franz Resch, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Individualpsychologischer Psychoanalytiker, ist Ordinarius für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universität Heidelberg.
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    • Eva Möhler
    • Prof. Dr. med. Eva Möhler ist stellvertretende ärztliche Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Heidelberg und Chefärztin der SHG-Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie. 2008 erhielt sie die Venia Legendi der medizinischen Fakultät Heidelberg. In ihrer Habilitationsschrift sowie daran anschließenden Forschungsprojekten widmet sie sich den Themen Early Life Stress, Misshandlung und Trauma.
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