Der Artikel wurde erfolgreich hinzugefügt.
Umstrukturierung als Ergebnisparadigma der psychodynamischen Psychotherapie – Ergebnisse aus der Praxisstudie Analytische Langzeittherapie
Zeitschriftenartikel

Umstrukturierung als Ergebnisparadigma der psychodynamischen Psychotherapie – Ergebnisse aus der Praxisstudie Analytische Langzeittherapie

7,00 € *  (D)

inkl. MwSt., versandkostenfrei innerhalb D/A/CH

Sofort als Download lieferbar

Ausgabeformat:

Sprache:
Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: Psychodynamische Psychotherapieformen wie analytische und tiefenpsychologische... mehr
Umstrukturierung als Ergebnisparadigma der psychodynamischen Psychotherapie – Ergebnisse aus der Praxisstudie Analytische Langzeittherapie
Fragestellung: Psychodynamische Psychotherapieformen wie analytische und tiefenpsychologische Psychotherapie bewirken nachweislich gute Symptomreduzierungen. Als zentrale Frage blieb jedoch, welche Veränderungen sie in der pathogenen Psychodynamik der Patienten zu erreichen vermögen. Die Beantwortung der Frage scheiterte bisher an theoretischen und methodischen Schwierigkeiten des psychodynamischen Ansatzes.Methode: In der Praxisstudie „Analytische Langzeitpsychotherapie“ wurden 32 analytische und 27 tiefenpsychologische Langzeitbehandlungen sehr detailliert aus der Sicht der Therapeuten, der Patienten und der unabhängigen Beobachter bis drei Jahre nach Therapieende begleitet. Im Mittelpunkt der jetzigen Auswertung steht die Änderung der diagnostizierten psychodynamischen Aspekte (OPD-basierte Foki der dysfunktionalen Beziehung, der unbewussten Konflikte und der strukturellen Einschränkungen) im Behandlungsverlauf. Deren Einschätzung erfolgt mit Hilfe der Heidelberger Umstrukturierungsskala. Diese erfasst Aspekte der Veränderung und Neuorientierung in den unbewussten dysfunktionalen Einstellungen.Ergebnisse: Im Vergleich der beiden Therapieformen zeigt sich eine deutlich ausgeprägtere Umstrukturierung in der analytischen Psychotherapie.Unabhängig von der Behandlungsform zeigen die deutlich umstrukturierten Patienten verglichen mit den weniger umstrukturierten Patienten in signifikantem Ausmaß ausgeprägtere Symptomreduzierung im SCL-90-Gesamtwert und FPI, größere Behandlungszufriedenheit der Patienten und positivere Behandlungseinschätzung der Therapeuten.Diskussion: Umstrukturierung im definierten Sinne bestätigt sich für psychoanalytisch begründete Therapien als relevantes Ergebnisparadigma jenseits der Symptombesserung. Nach den längeren Behandlungen lassen sich ausgeprägtere Umstrukturierungen erkennen als nach den kürzeren Psychotherapien. Dabei dürften neben der Therapiedosis unterschiedliche therapeutische Zielsetzungen – aufdeckend-durcharbeitende versus stützend-begleitende – von Bedeutung sein.
Autoreninfos