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Veränderung von selbst-bezogenen Emotionen im therapeutischen Prozess: Die Rolle von Achtsamkeit und Akzeptanz
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Veränderung von selbst-bezogenen Emotionen im therapeutischen Prozess: Die Rolle von Achtsamkeit und Akzeptanz

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Vandenhoeck & Ruprecht
Fragestellung: Aktuelle theoretische und klinische Ansätze betrachten die Vermeidung... mehr
Veränderung von selbst-bezogenen Emotionen im therapeutischen Prozess: Die Rolle von Achtsamkeit und Akzeptanz
Fragestellung: Aktuelle theoretische und klinische Ansätze betrachten die Vermeidung beziehungsweise Akzeptanz von Emotionen als zentrale allgemeine Faktoren in der Aufrechterhaltung beziehungsweise der Linderung psychischer Probleme. Im Zuge stationärer Psychotherapien untersucht die vorliegende Studie über Achtsamkeit und „experiential avoidance“ (EA) hinaus die Rolle von positiven und negativen Meta-Emotionen (emotionale Reaktionen auf das emotionale Selbst) bei psychischen Symptomen und psychischemWohlbefinden.Methode: Im Rahmen einer sechswöchigen stationären Behandlung in einer psychosomatischen Klinik wurden die Veränderungen in einer konsekutiven Stichprobe von Patientinnen und Patienten (n = 293) mit diversen psychischen Problemen untersucht. In einer multivariaten Analyse wurde die Vorhersagekraft derMaße zu Achtsamkeit und Akzeptanz auf Symptome und Wohlbefinden überprüft.Ergebnisse: Der Aufenthalt war verbunden mit einer Reduktion von experiential avoidance und negativen Meta-Emotionen und einer Zunahme von Achtsamkeit (mindful awareness) und positiven Meta-Emotionen, das heißt die Teilnehmer gaben verstärkte Akzeptanz für die eigenen emotionalen Reaktionen an. Diese Aspekte standen im Zusammenhang mit einer Reduktion von Symptomen und einer Zunahme von psychischem Wohlbefinden. Die Differenzierung von Meta-Emotionen erlaubte die Identifikation möglicher Veränderungsprozesse.Diskussion: Ärger versus Verachtung scheinen unterschiedliche Funktionen in der Selbstregulation zu haben.Weniger Verachtung/Scham bezüglich der eigenen Emotionen beziehungsweise mehr Interesse an diesen Gefühlen waren verbunden mit Symptomreduktion und vermehrtem psychischem Wohlbefinden. Mitgefühl für sich selbst stand in negativem Zusammenhang mit Symptomen, nicht jedoch mit vermehrtem psychischem Wohlbefinden. Theoretische Implikationen werden diskutiert.
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