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Depressivität, selbstverletzendes und suizidales Verhalten bei Jugendlichen mit riskanter und pathologischer Internetnutzung
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Vandenhoeck & Ruprecht
An einer repräsentativen Stichprobe deutscher Jugendlicher sollten Zusammenhänge zwischen... mehr
Depressivität, selbstverletzendes und suizidales Verhalten bei Jugendlichen mit riskanter und pathologischer Internetnutzung
An einer repräsentativen Stichprobe deutscher Jugendlicher sollten Zusammenhänge zwischen riskanter und pathologischer Internetnutzung mit Depressivität sowie selbstverletzendem und suizidalem Verhalten untersucht werden. Die Stichprobe umfasste 1.435 Schüler (48 % Jungen, 52 % Mädchen) aus Heidelberg, die im Rahmen der SEYLE- Studie, einer europäischen schulbasierten Interventionsstudie, verschiedene Fragebögen ausfüllten. Riskante und pathologische Internetnutzung wurde durch den Young Diagnostic Questionnaire erfasst, zusätzlich wurdendas Beck Depressions-Inventar, das Deliberate Self-Harm Inventory und die Paykel-Suizid-Skala verwendet. 80,7 % der Schüler zeigten unauffällige, 14,5 % riskante und 4,8 % pathologische Internetnutzung. Die riskanten und die pathologischen Internetnutzer zeigten im Vergleich zu den Schülern mit unauffälliger Internetnutzung signifikant höhere Ausprägungen in Depressivität, selbstverletzendem und suizidalem Verhalten. Erstaunlicherweise zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen der riskanten und der pathologischen Internetnutzungsgruppe hinsichtlich Depressivität und suizidalem Verhalten. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht nur pathologische sondern auch riskante Internetnutzung mit Depressivität, selbstverletzendem sowie suizidalem Verhalten einhergehen kann. Daher sollte mehr Aufmerksamkeit auf Jugendliche mit riskanter Internetnutzung verwendet werden, um Depressivität, selbstverletzendes und suizidales Verhalten bei Jugendlichen früh erkennen zu können.
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