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Suizidales Verhalten im jungen Erwachsenenalter:
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Vandenhoeck & Ruprecht
Suizidales Verhalten ist unter jungen Menschen weit verbreitet. Zahlreiche Risikofaktoren werden... mehr
Suizidales Verhalten im jungen Erwachsenenalter:
Suizidales Verhalten ist unter jungen Menschen weit verbreitet. Zahlreiche Risikofaktoren werden mit seiner Entstehung in Verbindung gebracht. Im Rahmen der Mannheimer Risikokinderstudie wurde an 311 jungen Erwachsenen (143 Männer, 168 Frauen) im Alter von 19-23 Jahren untersucht, 1) welche Bedeutung verschiedenen Risikofaktoren im Entwicklungsverlauf von der frühen Kindheit bis zum Jugendalter zur Vorhersage suizidalen Verhaltens im jungen Erwachsenenalter zukommt, 2) ob sich unterschiedliche Bedingungsfaktoren für Suizidgedanken und -versuche identifizieren lassen, und 3) ob der Einfluss früher Risikofaktoren durch im Verlauf später auftretende Prädiktoren vermittelt wird. Junge Erwachsene, die suizidales Verhalten berichteten, wiesen zahlreiche Auffälligkeiten im Verlauf der Entwicklung auf. Dazu zählten u. a. eine höhere psychosoziale Risikobelastung bei Geburt, häufigere Suizidgedanken und mehr psychische Probleme im Kindes- und Jugendalter sowie, als Jugendliche, ein negativer Selbstwert, ein geringeres schulisches Funktionsniveau, mehr Neugierverhalten und die Zugehörigkeit zu einem devianten Freundeskreis. Eigenständige Beiträge zur Vorhersage von Suizidalität lieferten das Ausmaß der frühkindlichen Risikobelastung, Suizidgedanken im Kindes- und Jugendalter sowie eine geringe Selbstwerteinschätzung (Suizidgedanken) bzw. ein hohes Maß an „novelty seeking“ im Jugendalter (Suizidversuch). Als Mediatoren des Einflusses früher Risikofaktoren fungierten externale Symptome im Kindes- und Jugendalter sowie ein negativer Selbstwert im Jugendalter. Mögliche Implikationen für die Prävention und Behandlung suizidalen Verhaltens werden diskutiert.